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07.06.2019

Förderung der Artenvielfalt in Frankfurt (Oder)

Erste „Bunte Wiese“ in Słubicer Straße angelegt

Für die Stadt Frankfurt (Oder) ist der Erhalt der Artenvielfalt, gerade bei Insekten und Vögeln, ein wichtiges Anliegen. Die Schaffung von Blühwiesen ist ein Beitrag der Stadt, um diesem Ziel zu entsprechen. Gemeinsam mit Partnern sollen weitere Akteure und Institutionen sowie Bürgerinnen und Bürger motiviert werden, sich zu beteiligen und Flächen ökologisch im Sinne des Insektenschutzes aufzuwerten. Auch die WohnBau Frankfurt (Oder) hat bereits mit der Planung von Blühwiesen auf dafür geeigneten Flächen begonnen.

Diskussionen über die Rasen- und Wiesenpflege gibt es schon lange:

Wie oft muss gemäht werden?

Können einige Wiesen nicht ohne weiteren Eingriff wachsen?

Warum gibt es an Straßenrändern und auf Verkehrsinseln keine Blumenwiesen?

Ist es nicht kostengünstiger, wenn seltener im Jahr gemäht wird?

Tatsächlich gibt es in der Stadt bereits Flächen, die nicht oder nur sporadisch gemäht werden. Der Regionalverband Frankfurt (Oder) des NABU arbeitet seit mehreren Jahren mit Landwirten zusammen und legt Blühstreifen an. Die Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder) GmbH hat im Baumschulenweg bereits eine Wiese durch Heumulch-Ansaat angelegt, die schon im zweiten Jahr für Zuwachs an Schmetterlingen sorgte.

Was ist das Besondere am Projekt „Bunte Wiesen“?

Besonders ist, dass die Stadt, die Wohnungsbaugenossenschaft Frankfurt (Oder) eG und die Wohnungswirtschaft als gleichberechtigte Vertragspartner Flächen für das Projekt zur Verfügung stellen und die Herstellung sowie die fünfjährige Pflege finanzieren. Der Regionalverband Frankfurt (Oder) des NABU unterstützt das Projekt sowohl mit Know-how als auch durch die Bereitstellung des Saatgutes für die Innenstadtflächen und von kleinen Infotafeln für die einzelnen Flächen. Das Quartiersmanagement Frankfurt (Oder) begleitet die Aktionen für die Öffentlichkeit.

Im Stadtzentrum werden sechs kleinere Flächen an verschiedenen Standorten im Bereich Słubicer Straße – Rosa-Luxemburg-Straße sowie in Neuberesinchen insgesamt mehr als 2 ha am Standort Baumgartenstraße auf unterschiedliche Weise begrünt. Auf diese Weise kommen artenreiche Saatmischungen und Pflegeverfahren zum Einsatz. Dazu gehören zum Beispiel Magerrasen, Saumvegetation, Dachbegrünung, Blumenwiesen, das Heumulchverfahren oder die Entwicklung von Sukzessionsflächen durch extensive Pflege. Diese Flächen sollen über mindestens fünf Jahre in ihrer Entwicklung beobachtet werden.

Herstellung und Pflege erfolgen gemeinsam und werden fachlich begleitet. Dadurch können sowohl die Eignung unter dem Aspekt des Artenreichtums und des ökologischen Wertes insbesondere für die Insektenwelt, aber auch die wirtschaftlichen und ästhetischen Aspekte verglichen werden.

In Neuberesinchen stehen die ökologischen Aspekte, unterschiedliche Ansaatverfahren und Pflegeintensitäten sowie Fragen einer möglichen Verdrängung oder Ausbreitung der neuen artenreichen Wiesen in unmittelbarer Nachbarschaft zu intensiv gepflegten Rasenflächen im Mittelpunkt. Die Flächen in der Innenstadt werden hauptsächlich für die Sensibilisierung der Bevölkerung angelegt; und auch unter dem Blickwinkel der Ästhetik. Richtig bunt werden die Wiesen wahrscheinlich erst ab dem zweiten Jahr.

Die Herstellung der Heumulchfläche in Neuberesinchen erfolgt voraussichtlich ab Juni/Juli 2019, alle anderen Flächen folgen im September/Oktober 2019. Die Fläche vor dem City-Treff wird als Auftaktfläche im Rahmen der Woche der Umwelt angelegt. Hierbei helfen die Schülerinnen und Schüler einer 6. Klasse der Grundschule „Am Botanischen Garten“ sowie die Bürgerinitiative „Freiwillig Gärtnern“.