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Geschichte

Geschichte des Stadtarchivs
Die Anfänge des Archivs reichen bis zur Stadtrechtsverleihung im Jahr 1253 zurück. Die dafür von Markgraf Johann I. ausgefertigten Urkunden waren die ersten städtischen Archivalien, welche dann in einem eisernen Privilegienkasten, mit eisernen Griffen und zwei starken Schlössern bewahrt wurden. Weitere Urkunden, Amtsbücher und später auch Akten ließen schon zu einem frühen Zeitpunk im Rathaus eine archivische Einrichtung entstehen (Kanzleiarchiv des Stadtschreibers). Im 16. Jahrhundert ist von einem „Raths Archiven“ im Rathaus zu lesen. Neben dem Urkundenkasten verwahrte man in elf verschließbaren Spinden „nach dem ABC“ die Akten. Das Archiv wuchs, mal wurde es neu geordnet, dann wieder vernachlässigt. Alte Bestände brachte man kurzerhand auf den Boden, wo sie vergessen wurden.
Ende des 19. Jahrhunderts erwies sich die Unterbringung des Archivs im Rathaus als sehr problematisch. Nach einer Überprüfung der städtischen Archivverhältnisse wurde die Stadt aufgefordert, das Archiv feuersicher unterzubringen, einen sachkundigen Archivverwalter anzustellen und einen beheizbaren Arbeits- und Benutzerraum einzurichten. Da diese Bedingungen nicht im Rathaus zu erfüllen waren, zog das Archiv im Sommer 1890 in der Sakristei der ehemaligen Franziskanerklosterkirche (heute Konzerthalle). Eine Archivordnung wurde erlassen und Dr. Adolf Gurnik als erster Stadtarchivar angestellt.
Unter seinen Nachfolgern Gymnasialprofessor Dr. Reinhold Kubo (Stadtarchivar 1903-1925) und Dr. Bruno Binder (Stadtarchivar 1925-1944) zog das Stadtarchiv in das Rektoratsgebäude der einstigen Frankfurter Universität und schließlich in den ausgebauten Turmstumpf der Marienkirche.
1944 verlagerte man große Teile des Gesamtbestandes, keiner wusste wohin. Ende April/Mai 1945, als das Zentrum der Stadt brannte, wurden auch zahlreiche Schätze des Stadtarchivs vernichtet. Archivgut lagerte fast ein Jahr unter freien Himmel.
Dass die Verluste nicht noch größer wurden, ist der Bibliothekarin und Facharchivarin Elfriede Schirrmacher (Stadtarchivarin 1946-1976) zu danken, welche seit dem Frühjahr 1946 die Bergungsarbeiten leitete. und in einem Schulhaus in der Halben Stadt das Archiv neu aufbaute. Die geretteten Bestände wurden durch die 1945 geschlossenen Rathausregistraturen, das städtische Bilderarchiv, alte Schulbibliotheken, die Ratsbücherei und andere Bestände ergänzt und damit für die künftigen Benutzungen eine umfassende Forschungsgrundlage geschaffen.
1952 erfolgte der Umzug in das Haus der Stadtbücherei. Hier konnten 1962 durch die Rückkehr von 62 Regalmeter Archivalien aus Polen die Bestände erheblich ergänzt werden.
1976 bezog das Stadtarchiv unter Dipl.-Archivar Ralf-Rüdiger Targiel (Stadtarchivar seit 1976) in das restaurierte Collegienhaus. Damit stand dem Archiv erstmals neben einem Lesesaal auch Räume für Ausstellungen, Vorträge und andere Formen der historischen Bildungsarbeit zur Verfügung.
Mit der Wende übernahm das Stadtarchiv das Schriftgut zahlreicher aufgelöster Betriebe und Einrichtungen, sowie den nur zum Teil bearbeiteten Bestand des einstigen, jetzt aufgelösten Verwaltungsarchivs des Rates der Stadt. Diese Übernahmen führten mehr als zur Verdoppelung der von Dipl. Archivarin (FH) Karin Jünger betreuten Beständeabteilung II. Zahlreiche Anfragen in Rentenangelegenheiten, Nachfragen nach Facharbeiterbriefen u. ä. sowie erste Forschungen zur Geschichte der DDR machten die vordringliche Verzeichnung dieser neu übernommenen Archivalien notwendig.