Diese Webseite verwendet Cookies, um das Sammeln und Analysieren statistischer Daten in anonymisierter Form zu ermöglichen.
Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
 
Hilfsnavigation
Header 2 Diagonale
Frankfurtkampagne Besser Frankfurt oder
Zum Aktivieren des Google-Übersetzers bitte klicken. Wir möchten darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung Daten an Google übermittelt werden.
Mehr Informationen zum Datenschutz
Seiteninhalt

Betrug

Betrug an der Haustür

Es gibt zahlreiche Tricks, Strategien und Täuschungsmanöver die Trickbetrüger nutzen, um sich Zugang in Wohnungen bzw. Häuser besonders von Seniorinnen und Senioren zu erschleichen mit dem Ziel, Wertsachen oder Bargeld zu stehlen.

Nicht bei jedem Fremden, der an der Haustür klingelt, stecken kriminelle Machenschaften dahinter. Allerdings ist hier eine gesunde Portion Skepsis angebracht.

Tricks sind z. B. das Vortäuschen einer Notlage, das Vortäuschen einer persönlichen Beziehung zum Opfer oder das Vortäuschen einer amtlichen Eigenschaft bzw. Funktion wie z.B. Polizisten, Amtspersonen, Handwerker etc.

Wir möchten Ihnen bekannte Vorgehensmuster der Täter aufzeigen und wie Sie durch richtiges Verhalten an der Haustür Trickbetrüger oder andere ungebetene Gäste wie z. B. unseriöse Verkäufer und betrügerische Vertreter abwehren können.

Vortäuschung einer Notlage

Die Trickbetrüger (oft mit Kindern, um einen harmlosen Eindruck zu erwecken) täuschen eine Notlage vor und bitten das Opfer um Hilfe bzw. Unterstützung.

Bei all den vorgetäuschten Notlagen und davon gibt es zahlreiche, haben Täter nur ein Ziel, durch Ihre Hilfsbereitschaft und Leichtgläubigkeit Zutritt zu Ihrer Wohnung bzw. in Ihr Haus zu erlangen um Wertsachen zu entwenden.

Bekannte Vorgehensweisen der Täter

Wasserglas –Trick  

Die Täterin täuscht Übelkeit oder Schwangerschaft vor und bittet Sie um ein  Glas Wasser. Sie fragt nach, ob sie sich kurz in Ihrer Wohnung hinsetzen kann.

Stift und Zettel –Trick

Der Täter bittet Sie um einen Stift und einen Zettel um den nicht angetroffenen Nachbar eine Nachricht aufschreiben zu können. Er bittet Sie freundlich, die Nachricht an einem Tisch in Ihrer Wohnung schreiben zu dürfen.

Geschenkabgabe –Trick

Unter dem Vorwand, dass der Täter den Nachbar nicht angetroffen hat, bittet er Sie, die Blumen bzw. das Geschenk bei Ihnen abzugeben. Er fragt nach, ob Sie eine Vase für die Blumen haben und bietet Ihnen seine Unterstützung an, die Blumen in die Vase zu stellen.

Toilettenbenutzung –Trick

Der Täter fragt nach, ob sein Kind kurz Ihre Toilette benutzen kann, da es sehr eilt.

Verhaltenstipps

  • Bevor Sie die Haus- bzw. Wohnungstür öffnen, schauen Sie bitte durch den Türspion oder aus dem Fenster!
  • Prüfen Sie mit der Gegensprechanlage wer ins Haus will, bevor Sie den Türöffner drücken!
  • Öffnen Sie Unbekannten die Haus- bzw. Wohnungstür nur mit Sperrbügel oder Sicherheitskette!
  • Lassen Sie niemals Unbekannte in Ihre Wohnung bzw. ins Haus, wenn Sie alleine sind!
  • Fragen Sie sich immer, warum sich der Unbekannte gerade an Sie wendet.
  • Sollten Sie in Erwägung ziehen, ein Glas Wasser zu holen bzw. einen Zettel etc., tun Sie dies nur bei verschlossener Tür oder mit Sicherheitskette bzw. Sperrbügel.
  • Bieten Sie an, Hilfe zu holen.
  • Wenn Sie von Unbekannten bedrängt werden, sprechen Sie laut oder rufen um Hilfe!

Wenn Sie bemerken, dass Sie Opfer einer Straftat wurden, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei!

Vortäuschung einer persönlichen Beziehung

Wenn Unbekannte bei Ihnen klingeln und behaupten, entfernte Verwandte, Bekannte, ehemalige Kollegen etc. zu sein, seien Sie misstrauisch. Mit dem Vortäuschen einer persönlichen Beziehung verfolgen Trickbetrüger nur ein Ziel, zu einem Plausch in Ihre Wohnung eingeladen zu werden. Ist Ihnen dies gelungen, ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zum Diebstahl.

Oft kündigen Trickbetrüger Ihren Besuch sogar vorab telefonisch an, um eine Vertrauensbasis zum Opfer aufzubauen.

Verhaltenstipps

  • Zeigen Sie stets ein „gesundes Misstrauen“ gegenüber Unbekannten!
  • Lassen Sie nie Unbekannte in Ihre Wohnung oder ins Haus, wenn Sie allein sind!
  • Vereinbaren Sie mit den angeblich Verwandten bzw. Bekannten einen Termin für einen Besuch im Beisein einer Vertrauensperson!
  • Tauschen Sie mit Ihren Nachbarn Rufnummern aus, damit Sie diese im Notfall anrufen können!

 

Vortäuschung einer amtlichen Funktion

Die Trickbetrüger täuschen vor, sie kämen in einer amtlichen Funktion oder im Auftrag z.B. vom Vermieter und wollen sich somit Zugang zu Ihrer Wohnung verschaffen.

Bekannte Vorgehensmuster der Trickbetrüger

  • Sie behaupten, dass Sie von den Wasser- oder Gaswerken kommen, um Prüfungsarbeiten durchzuführen
  • Sie täuschen vor, im Auftrag der Hausverwaltung zu kommen, um Handwerkstätigkeiten durchzuführen oder die Heizkosten abzulesen
  • Sie täuschen vor, Mitarbeiter der Stadt, Polizei- bzw. Kriminalbeamte, Gerichtsvollzieher etc. zu sein

Verhaltenstipps

  • Zeigen Sie stets ein „gesundes Misstrauen“ gegenüber Unbekannten!
  • Lassen Sie nur Handwerker in die Wohnung bzw. ins Haus, die Sie bestellt haben oder seitens der Hausverwaltung angekündigt wurden!
  • Gibt der Fremde vor, von der Hausverwaltung zu kommen ohne vorherige Terminankündigung, vergewissern sie sich, ob der Besuch rechtens ist, und kontaktieren Sie die Hausverwaltung.
  • Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen (Polizisten, Gerichtsvollzieher etc.) immer den Dienstausweis und prüfen Sie diesen sorgfältig!
  • Zweifeln Sie an der Echtheit des Ausweises, rufen Sie die betreffende Behörde an und erkundigen Sie sich nach der Korrektheit des Besuches.

Wenn Sie bemerken, dass Sie Opfer einer Straftat wurden, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei!

Haustürgeschäfte

Bei sogenannten „Haustürgeschäften“ werden Senioren gezielt tagsüber von unseriösen Verkäufern bzw. Vertretern zu Hause aufgesucht und mit einem angeblich günstigen Angebot dazu gedrängt, einen entgeltlichen Vertrag wie z.B. Zeitschriftenabonnements, Telefontarife, Handwerkerleistungen etc. zu unterzeichnen.

Die Täter wenden unterschiedliche unseriöse Strategien an, um vom Opfer eine Vertragsunterschrift zu erhalten. Die einen locken mit Gewinne, angeblichen Schnäppchen oder besonders günstigen Telefontarifverträgen, die anderen geben sich als Mitarbeiter von seriösen Firmen aus.

Viele Senioren fallen auf die Verkaufstricks der Täter aus Mitgefühl oder Gutgläubigkeit rein und schließen ohne ausreichende Überlegung und insbesondere ohne Preisvergleich einen Vertrag ab. Kurze Zeit später bereuen viele den Vertragsabschluss.

Verhaltenstipps

  • Lassen Sie niemals unangemeldete „Verkäufer“ oder „Vertreter“ in Ihre Wohnung!
  • Unterschreiben Sie nie einen Vertrag oder kaufen Sie nie etwas an der Haustür von unangemeldeten Verkäufern bzw. Vertretern!
  • Ziehen Sie in Erwägung, doch einen Vertrag zu unterzeichnen oder etwas an der Haustür zu kaufen, beachten Sie bitte folgendes:
  1. Lassen Sie sich nie unter Druck setzen!
  2. Bitten Sie eine Vertrauensperson hinzu!
  3. Prüfen Sie den Vertrag auf Vollständigkeit & Richtigkeit (wie z.B. das Datum) und gute Lesbarkeit!
  4. Verlangen Sie eine Durchschrift des Vertrages!
  5. Keine Barzahlung und kein Kauf ohne Rechnung!

Widerrufsrecht

Sollten Sie dennoch einen Vertrag an der Haustür unterzeichnet haben, aus Mitgefühl oder Gutgläubigkeit, können Sie diesen innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen schriftlich beim Unternehmer widerrufen (§ 312g Abs.1 BGB, § 355 BGB).

Detaillierte Informationen zur ordnungsgemäßen Widerrufsbelehrung erhalten Sie bei der Verbraucherzentrale.

Wenn Sie bemerken, dass Sie Opfer einer Straftat wurden, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei!

Betrug am Telefon

Nicht nur an der Haustür lauern Gefahren, sondern Trickbetrüger versuchen auch übers Telefon vertrauensvoll eingestellte Seniorinnen und Senioren auf betrügerische Weise zu schädigen. Die Trickbetrüger verfolgen nur ein Ziel, an das Geld ihrer Opfer zu kommen.

Trickbetrüger sind gerissen und denken sich immer neue Betrugsmaschen am Telefon aus. Sie geben sich als Mitarbeiter des Kriminalamtes, als Polizeibeamte, als Mitarbeiter der Bußgeldstelle, als Enkel oder Verwandte etc. aus.

Lassen Sie sich nicht von Telefonnummern auf dem Display Ihres Telefons täuschen, denn diese sind leicht zu manipulieren.

Sind Sie unsicher scheuen Sie sich nicht, die Polizei per Notruf 110 zu kontaktieren!

Mit den nachfolgenden Tipps und Informationen möchten wir Ihnen aufzeigen, wie Sie Gefahren am Telefon erkennen und sich vor den Tricks der Abzocker am Telefon schützen können!

Der Klassiker »Enkeltrick«

Bei dieser Betrugsmasche wird gezielt das Telefonbuch nach altmodisch klingenden Namen durchsucht.

Die Betrüger geben sich am Telefon z. B. als Enkel, Verwandte oder gute Bekannte aus und beginnen meist das Telefonat mit einer Floskel „Rate mal wer dran ist“ und bitten kurzfristig um Bargeld. Vorgetäuscht wird meistens eine prekäre finanzielle Notlage! Mit einem vertraulichen „Du“ oder mit „Oma“ versuchen Sie den Eindruck zu vermitteln, den Anrufer sehr gut zu kennen.

Die Opfer werden oftmals durch wiederholte Anrufe, in dem der Anrufer immer wieder um Hilfe bittet, unter psychischen Druck gesetzt.

Geht das Opfer auf die Bitte des vermeintlichen Enkels oder Verwandten ein, den Geldbetrag zu zahlen, erklärt dieser, dass Geld leider nicht persönlich abholen zu können, sondern dass das Geld durch einen Boten an der Haustür oder an einem Treffpunkt abgeholt wird. Um Sicherheit vorzutäuschen, wird dann mit dem Opfer ein Kennwort vereinbart, dass der Bote bei Abholung des Geldes nennen wird.

Diese Betrugsform ist hinterhältig und kann für die Opfer weitreichende finanzielle Folgen haben.

Verhaltenshinweise

  • Legen Sie bei unerwünschten Anrufen sofort auf!
  • Zeigen Sie fremden Anrufern gegenüber ein „gesundes Misstrauen“!
  • Bei Anrufern, die Geld fordern, ist Vorsicht geboten!
  • Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter oder Enkel ist, indem Sie ihn unter der Ihnen bekannten Telefonnummer zurückrufen!
  • Übergeben Sie niemals, wirklich niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen! Informieren Sie Angehörige oder eine Vertrauensperson über einen solchen Anruf!
  • Achten Sie darauf, dass Sie am Telefon niemals familiäre und persönliche Daten (Auskünfte über Namen von Verwandten, Adressen, Konto- oder Kreditkartennummer) oder finanzielle Verhältnisse (Geldvermögen im Haus oder auf Ihrem Konto) preisgeben!

Falsches Gewinnversprechen

Mit dem falschen Versprechen „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen!“ melden sich Trickbetrüger auch gerne am Telefon.

Die Telefon-Trickbetrüger, die sich als Anwalt ausgeben behaupten, dass nur noch eine Gebühr oder Steuer zu zahlen ist um den Gewinn zu erhalten.

Dem Ganzem wird die Krone aufgesetzt durch eine zeitnahe telefonische Bestätigung des Gewinns und den Gebühren durch einen angeblichen Notar.

Halten Sie sich stets vor Augen, wer an keinem Gewinnspiel teilgenommen hat kann auch nichts gewinnen und keine Lotteriegesellschaft verlangt für die Aushändigung eines Gewinns eine Gebühr!

Verhaltenshinweise

  • Zeigen Sie fremden Anrufern gegenüber ein „gesundes Misstrauen“!
  • Gehen Sie auf keine Gewinnversprechen am Telefon ein!
  • Wenn Sie an keinem Gewinnspiel teilgenommen haben, legen Sie einfach den Hörer auf! Dies hat nichts mit Unhöflichkeit zu tun.
  • Haben Sie an einem seriösen Gewinnspiel teilgenommen, fordern Sie ausdrücklich eine Gewinnbenachrichtigung per Brief ab.
  • Zahlen Sie niemals für den Erhalt eines Gewinns Gebühren! Niemals!
  • Achten Sie darauf, dass Sie am Telefon keine persönlichen Daten sowie finanzielle Verhältnisse wie Adresse, Konto-oder Kreditkartennummer etc. preisgeben!

Trickbetrüger sind gerissen und denken sich immer neue Betrugsmaschen am Telefon aus. Sie geben sich als Mitarbeiter des Kriminalamtes, als Polizeibeamte, als Mitarbeiter der Bußgeldstelle, als Enkel oder Verwandte etc. aus.

Lassen Sie sich nicht von Telefonnummern auf dem Display Ihres Telefons täuschen, denn diese sind leicht zu manipulieren.

Sind Sie unsicher scheuen Sie sich nicht, die Polizei per Notruf 110 zu kontaktieren!

Wenn Sie bemerken, dass Sie Opfer einer Straftat wurden, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei!