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27.05.2014

Übergabe Glockengeläut

Am Pfingstwochenende ist es soweit. Die Glocken der St. Marienkirche werden ihrer Be-stimmung übergeben. Dafür haben die Organisatoren zwei Events geplant. Zunächst laden die Evangelische Kirchengemeinde Frankfurt (Oder)-Lebus, der Förderverein St. Marienkir-che Frankfurt (Oder) e. V. und die Stadt Frankfurt (Oder) alle Bürgerinnen und Bürger am

Samstag, dem 7. Juni 2014, 16:00 Uhr, auf den Marktplatz

vor der Rathaushalle recht herzlich ein. Dort ist Folgendes geplant:

16:00 Uhr Beginn für die Öffentlichkeit

16:10 Uhr off. Programmbeginn/musikalischer Beitrag

16:15 Uhr Begrüßung
Vorsitzender des Fördervereins St. Marienkirche Frankfurt (Oder) e.V.
Pfarrer i.R. Helmuth R. Labitzke

16:30 Uhr Vorstellung des Geläuts
Dr. Rainer Thümmel, Sachverständiger für Geläute und Turmuhren;
Erläuterungen zu den Glocken und ihrem liturgischen Einsatz mit Klangbeispielen

17:45 Uhr Grußworte
Susanne Seehaus, Geschäftsführerin
Evangelische Kirchengemeinde Frankfurt (Oder)-Lebus

17:50 Uhr Musikstück

18:00 Uhr Erstmaliges gemeinsames liturgisches Geläut
ausgelöst über symbolischen Knopfdruck durch die Glocken-Paten
-Oberbürgermeister Dr. Martin Wilke
-Pfarrer i.R. Helmuth R. Labitzke
-Vertreter des Vorstandes der Sparkasse Oder-Spree
-Pfarrerin Susanne Seehaus

18:10 Uhr Abschlussworte/Einladung zum Gottesdienst am Sonntag, dem 8. Juni 2014
Pfarrerin Susanne Seehaus


Der Festakt zur Übergabe des Glockengeläuts der St. Marienkirche Frankfurt (Oder) an die Bürger der Stadt findet am Pfingstsonntag statt. Dazu lädt die Evangelische Kirchengemeinde Frankfurt (Oder)-Lebus am

Sonntag, dem 8. Juni 2014, 10:00 Uhr
zu einem Festgottesdienst in die St. Marienkirche

sehr herzlich ein.

Damit wird ein jahrzehntelanger Traum vieler Bürgerinnen und Bürger, Förderer und Enthu-siasten Realität. Nach über 70 Jahren ertönen die Glocken von St. Marien erstmals wieder gemeinsam als stimmgewaltiges Geläut.

1942 erklang es das letzte Mal, da in der Folgezeit zwei der ehemals sechs Glocken der Rüstungsproduktion geopfert werden mussten und die verbliebenen vier Glocken 1945 den Flammen zum Opfer fielen.
Am 7. Februar 2014 wurden die Glocken „Adalbert“ und „Hedwig“ und am 14. März 2014 die größte der vier Glocken, „Osanna“, in der traditionsreichen Glockengießerei „Grassmayr“ in Innsbruck gegossen. Die Mittelglocke „Maria“ wurde nach Innsbruck gebracht, um sie mit den anderen Glocken abzustimmen.
Am 2. Mai 2014 kehrten die historische Glocke von 1426 und die drei neu gegossenen Glo-cken an ihren Ursprungsort zurück und wurden im Rahmen eines Festaktes am 3. Mai 2014 geweiht. Hunderte Bürgerinnen und Bürger nahmen an diesem Ereignis teil.

Dass das möglich wurde, ist dem Förderverein St. Marienkirche Frankfurt (Oder) e. V. zu verdanken. Gemeinsam mit der Stadt Frankfurt (Oder), stellte er im Jahr 2011 den Antrag über die Sparkasse Oder-Spree an die Ostdeutsche Sparkassenstiftung zur Förderung des Projektes „Eine Stimme für St. Marien“ zur Wiederherstellung des historischen Geläuts.

Am 16. Mai 2012 wurde das Vorhaben mit der Aktion „Aus 1 mach 3“ gestartet. Fortan waren alle Bürgerinnen und Bürger, Einrichtungen und Unternehmen aufgerufen, die Wiederherstel-lung des Geläuts mit einer Spende zu unterstützen.

Jeder gespendete Euro, der auf dem Konto des Fördervereins einging, wurde von der Ost-deutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Oder-Spree um jeweils zwei Euro aufge-stockt. Diese Erhöhung galt bis zu einer Obergrenze aller eingegangenen Spenden von 120.000 Euro. Für den Fall, dass dieses Ziel erreicht wird, sagte die Ostdeutsche Sparkas-senstiftung zu, gemeinsam mit der Sparkasse Oder-Spree die Spenden um maximal 240.000 Euro auf 360.000 Euro aufzustocken.

Diesem Engagement schloss sich die Stadt Frankfurt (Oder) an und plante weitere 140.000 Euro in ihrem Haushalt für die bauliche Ertüchtigung des Glockenturmes ein.

Bereits 17 Monate nach Beginn der Initiative „Aus 1 mach 3“, am 15. Oktober 2013, wurde ihr Erfolg öffentlich verkündet. Die Spendenaktion, an der sich insgesamt über 365 Einzel-spender/innen beteiligten, darunter auch viele ehemalige Frankfurter/innen und Freunde der Stadt, wurde im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung erfolgreich abgeschlossen.

Daten und Fakten zu den vier Glocken:

 1.) Ton h° Gewicht 5.166 kg; Name „Osanna“ von 2014 - Vorgängerin von 1371
 2.) Ton d’ Gewicht 4.120 kg; Name: „Maria“ - von 1426
 3.) Ton e’ Gewicht 2.309 kg; Name: „Adalbert“ von 2014 - Vorgängerin um 1350
 4.) Ton g’ Gewicht 1.318 kg; Name: „Hedwig” von 2014 - Vorgängerin um 1350


Historisches zur St. Marienkirche

Die St. Marienkirche Frankfurt (Oder), errichtet im 13. Jahrhundert als gotische Hallenkirche, verfügte mit sechs Glocken über das bedeutendste Glockengeläut in der ehemaligen Mark Brandenburg.

1942 wurden zwei Glocken abgenommen, um sie der Rüstungsindustrie zuzuführen. Der Brand im Nordturm 1945 vernichtete die vier verbliebenen Glocken. Im Jahr 1949 kehrte eine Glocke, die sog. Mittelglocke und heutige Glocke namens „Maria“, stark beschädigt, nach Frankfurt (Oder) zurück. Ihre Reparatur im Jahr 2009 kostete ca. 70.000 Euro, die ebenfalls aus Spendenmitteln der Frankfurter Bürger/innen finanziert wurde.


Aktuelles/Zielstellungen
Da die realen Kosten für die Ertüchtigung des Glockenturms die Planung um (nur) 5,4% überschreitet, hat sich der Förderverein St. Marienkirche Frankfurt (Oder) e. V zum Ziel ge-setzt, diese Lücke i. H. v. ca. 27.000 € durch das Sammeln weiterer Spenden zu schließen.
Als nächsten Schritt wird der Verein Spenden sammeln für die beiden Glocken für das Stun-dengeläut, was derzeitig noch immer elektronisch erklingt.
Damit hat sich der Förderverein für die Zukunft anspruchsvolle Ziele gesetzt und ist zuver-sichtlich, auch diese erfolgreich zu meistern.