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27.08.2021

Von »Heimkehrerrampe« bis »historisches Rathaus«

Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 12. September 2021

Unter dem Motto „Sein & Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“ findet am Sonntag, 12. September 2021 bundesweit der durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordinierte Tag des offenen Denkmals statt.

Auch Frankfurt (Oder) beteiligt sich an dem Aktionstag, der Besucherinnen und Besuchern den Zugang zu historischen Stätten gewährt und damit „Geschichte zum Anfassen“ ermöglicht. Vier unterschiedliche Denkmäler und historisch bedeutsame Orte können am Denkmaltag besichtigt werden.

„Heimkehrerrampe“

Die sogenannte „Heimkehrerrampe“ in der Schubertstraße (Treffpunkt: gegenüber Hausnummer 28) gehört zu den historisch hochbedeutsamen Orten der Stadt. Hier betraten über eine Million deutsche Kriegsgefangene und „Zivilinternierte“ zwischen 1946 und 1950 nach Jahren von Krieg und Gefangenschaft in der Sowjetunion kurz vor ihrer Entlassung erstmals wieder deutschen Boden.

Zur Geschichte der Heimkehr werden am Tag des offenen Denkmals um 9.00 Uhr, 11.00 Uhr und 15.00 Uhr je etwa einstündige Führungen angeboten. Thematisiert werden die gewaltigen Verschiebungen von Menschenmassen, die an diesem Ort im und unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg stattfanden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Rathaus Frankfurt (Oder)

Das historische Rathaus der Stadt wird gegenwärtig mit großem Aufwand saniert. Viele jüngere Einbauten wurden entfernt, um ursprüngliche räumliche Strukturen wiederherzustellen.

Im dem Jahrhunderte alten Gebäudekomplex wurden im Zuge der Sanierung zahlreiche bisher nicht bekannte bauhistorische Details freigelegt, die im Rahmen von Baustellenführungen mit dem betreuenden Architekten und Frankfurts Stadtarchäologen entdeckt werden können, einschließlich der Reste eines ausgegrabenen, mittelalterlichen Kaufhauses.

Von 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr finden jeweils zur vollen Stunde Führungen durch das Gebäude statt. Pro Führung können 15 Personen teilnehmen. Im Gebäude ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Um Voranmeldung bis Donnerstag, 9. September 2021 per E-Mail an Christian Matthes (E: christian.matthes@frankfurt-oder.de) wird gebeten.

Frankfurter Friedenskirche

Auch die Frankfurter Friedenskirche in der Schulstraße 4A, die älteste Kirche und das älteste Gebäude der Stadt, empfängt zum Tag des offenen Denkmals Besucherinnen und Besucher.

Die Kirche ist von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Das Oekumenische Europa-Centrum Frankfurt (Oder) e.V. als Träger lädt um 11.00 Uhr, 12.00 Uhr und 16.00 Uhr jeweils zu Führungen durch die Kirche ein. Die Teilnehmenden erhalten Informationen zur Geschichte des historischen Gebäudes, zum Sanierungsprojekt der südlichen Turmuhr sowie zu den mittelalterlichen Malereien. Der Weg führt auch durch die aktuelle Jakobsweg-Ausstellung.

Drei zusätzliche Führungen werden in der Friedenskirche durch den Verein Building Bridges organisiert. Seine derzeit in der Friedenskirche aufgebaute Wanderausstellung „Ich bin ein Frankfurter“ widmet sich dem Leben und Wirken des „Eichmann-Jägers“ Hermann Arndt/Zvi Aharoni, der in Frankfurt geboren wurde und als Jugendlicher auswandern musste, um der Verfolgung durch die Nazis zu entkommen.

Jeweils um 13.00 Uhr, 14.00 Uhr und 15.00 Uhr können Interessierte an Führungen teilnehmen. Die Rundgänge sind auf jeweils maximal zehn Personen beschränkt. Eine Anmeldung findet vor Ort statt. In der Kirche ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Große Scharrnstraße

Im Zuge der Stadtreparatur in der Großen Scharrnstraße Ende der 1980er-Jahre nutzten Stadtplanerinnen und Stadtplaner sowie Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeiten der Kunst im öffentlichen Raum und schufen hier einen einzigartigen Stadtraum.

Die Ausstellung „Um Kunst eine Platte machen“ setzt sich mit der außergewöhnlich dichten und vielfältigen baubezogenen Kunst in der Großen Scharrnstraße auseinander. Entwickelt von einem studentischen Projektteam der Europa-Universität Viadrina in Kooperation mit dem Kulturbüro Frankfurt (Oder) vermittelt die Ausstellung die Kunst als zeithistorisches Zeugnis der späten DDR. Gleichzeitig reflektiert sie den Wandel des öffentlichen Raumes sowie die Rolle der Kunst darin bis heute. 

Die Ausstellung kann am Tag des offenen Denkmals zwischen 12.00 und 17.00 Uhr besucht werden. Um 17.00 Uhr wird eine Führung entlang der Kunstwerke durch die Große Scharrnstraße angeboten (Treffpunkt: Große Scharrnstraße 17a). 

An allen Veranstaltungsorten gelten die aktuellen COVID-19 Abstands- und Hygieneregelungen.