Diese Webseite verwendet Cookies, um das Sammeln und Analysieren statistischer Daten in anonymisierter Form zu ermöglichen.
Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
 
Hilfsnavigation
Oderfahrt unter der Oderbrücke Mai 2015 © Stadt Frankfurt (Oder) Diagonale © Stadt Frankfurt (Oder)
Frankfurtkampagne Besser Frankfurt oder
Zum Aktivieren des Google-Übersetzers bitte klicken. Wir möchten darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung Daten an Google übermittelt werden.
Mehr Informationen zum Datenschutz
Hauptmenu
Seiteninhalt
15.06.2020

Oberbürgermeister René Wilke veranlasst Prüfung wegen eines Verstoßes gegen das Abstandsgebot

In der Nacht von Freitag, 12. auf Samstag, 13. Juni 2020 entstand ein Bild, das um die Welt ging. Im Moment der Grenzöffnung zwischen Polen und Deutschland nach genau drei Monaten der Trennung durch die polnischen Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Virus SARS-CoV-2 begegneten sich der Bürgermeister von Słubice, Mariusz Olejniczak und der Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder), René Wilke auf der Mitte der Stadtbrücke, genau an der Grenze.

Trotz ihres guten Vorsatzes einer Begrüßung per Ellenbogenkontakt fielen sich die beiden Stadtoberhäupter in die Arme. Das Bild dieser Umarmung ging durch Deutschland, Europa und die Welt als Symbol der Wiedersehensfreude, der ungebrochenen Freundschaft und Verbundenheit zwischen Menschen und Völkern nach harten Lockdown-Maßnahmen.

So erfreulich die globale Medienpräsenz für die Doppelstadt Frankfurt (Oder)-Słubice ist, so handelt es sich bei der zigfach abgebildeten Umarmung doch um einen objektiven Verstoß gegen das geltende Abstandsgebot. Oberbürgermeister René Wilke hat aus diesem Grund eine Selbstanzeige beim städtischen Gesundheitsamt durchgeführt und darum gebeten, den Vorgang ohne Ansehen der Person zu prüfen. Eine Entscheidung über die rechtliche Einschätzung der Selbstanzeige wird noch in dieser Woche erwartet.

Oberbürgermeister René Wilke: „Die Situation, in der Mariusz und ich uns kurz umarmt haben, die hatte etwas Befreiendes, ließ mich spüren, welche Last gerade von vielen Bürgerinnen und Bürgern unserer Städte abfiel. Unser Agieren als Repräsentanten dieser Menschen war für mich noch nie so authentisch wie in diesen drei Sekunden. Die Geste war nicht geplant, aber wichtig. Allerdings war sie auch ein Regelverstoß, für den ich einzustehen habe, wie es für jede Bürgerin und jeden Bürger unserer Stadt in einer vergleichbaren Situation wäre.“