Diese Webseite verwendet Cookies, um das Sammeln und Analysieren statistischer Daten in anonymisierter Form zu ermöglichen.
Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
 
Hilfsnavigation
Header 2 Diagonale
citykultur
Zum Aktivieren des Google-Übersetzers bitte klicken. Wir möchten darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung Daten an Google übermittelt werden.
Mehr Informationen zum Datenschutz
Hauptmenu
Seiteninhalt
08.11.2018

Yamaichi investiert in neue Frankfurter Fabrik

Der japanische Steckverbinder-Hersteller und Weltmarktführer für Testfassungen in der Halbleiterindustrie, Yamaichi Electronics, hat die strategische Entscheidung getroffen, sein neues Werk im Frankfurter Gewerbegebiet Markendorf zu bauen.

Die Bauteile von Yamaichi „Made in Frankfurt (Oder)“ werden sowohl bei Steuerungen für Werkzeugmaschinen des Markführers, als auch bei vielen wichtigen Herstellern im Medizinbereich oder bei Baumaschinen des größten europäischen Produzenten seit Jahren erfolgreich eingesetzt. Halbleiter, die sich zum Beispiel in den bekanntesten Smartphones befinden, werden permanent mit Testsockeln aus Brandenburg auf ihre Einsatzfähigkeit hin geprüft. Stecksysteme beim größten Roboterhersteller der Welt kommen ebenfalls aus der Fabrik in der Kleist Stadt. Dabei spielt vor allem das enorme Wissen der Mitarbeiter eine Rolle. So betont Helge Puhlmann, der Europa Chef von Yamaichi Electronics. „Dank der Fähigkeiten unseres Teams können wir mit unseren Fräsmaschinen Löcher bohren, die viel dünner sind als ein menschliches Haar. Das Know-how der Frankfurter Mitarbeiter in dieser Hinsicht ist einfach spitze und sucht seinesgleichen."

„Wir wollen mit unserer kommenden Fabrik nun auch ganz neue Technologien etablieren und werden eine komplett neue Produktion für flexible Flachkabel erstmals nach Deutschland bringen. Aufträge dafür haben wir bereits von einem Premium Automobilhersteller aus Süddeutschland“, erklärt Helge Puhlmann.

Yamaichi produziert seit 2006 in Frankfurt auf dem Gelände des ehemaligen Halbleiterwerkes und baut nun eine neue Fertigungsstätte am Standort. Dafür, und für weitere Erweiterungsbauten, hat der Konzern im Gewerbegebiet Markendorf ein Grundstück mit 25.620 Quadratmetern erworben, informiert Puhlmann. Etwa zwanzig Millionen Euro wird Yamaichi investieren. Anfang 2020 soll das Werk in Betrieb gehen, das dann nach den allerneusten Technologien und Prozessen arbeitet. „Die Finanzierung steht. Die Fördermittel wurden durch die Investitionsbank des Landes Brandenburg bewilligt. Die Sparkasse Oder-Spree, als regionales Finanzinstitut, beteiligt sich daran. Die Einbindung der Brandenburger Investitionsbank und der regionalen Sparkasse sind uns sehr wichtig“, betont Puhlmann. Überhaupt wäre es von Bedeutung, die regionale Wirtschaft für das Vorhaben zu begeistern. „Mit dem Bauvorhaben sollen auch Aufträge in der Region bleiben“, so Helge Puhlmann. 

Derzeit beschäftigt Yamaichi in Frankfurt 120 Mitarbeiter. „Wir wollen den Standort nach dem Neubau des Werkes weiterentwickeln. In den nächsten vier, fünf Jahren könnten es bis zu 250 Mitarbeiter am Standort Frankfurt werden", kündigt Puhlmann an. Er rechne in diesem Zeitraum mit weiteren Investitionen im Millionenbereich. 

René Wilke, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder) ist froh und erleichtert über die Standortentscheidung von Yamaichi. „Lange Zeit haben wir gemeinsam daran gearbeitet, bis im Oktober endgültig entschieden wurde, dass Yamaichi in Frankfurt (Oder) bleibt und auch das anstehende Wachstum hier realisiert“, erklärt der Oberbürgermeister. „Yamaichi ist ein exzellenter Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb mit internationaler Bedeutung und einem Innovationsgrad, der die Zukunftsfelder Digitalisierung Industrie 4.0 klar im Fokus hat. Die aktuelle Investition ist eine Stärkung des Mikroelektronikstandortes Frankfurt (Oder).“

Yamaichi Electronics betreibt Produktionsstätten in Japan, auf den Philippinen, in Korea und in Frankfurt (Oder). Das Europäische Design Zentrum des Unternehmens befindet sich in München. Dort arbeiten mehr als 80 Ingenieure, die im Schnitt alle zwei Wochen ein neues Patent anmelden und 400 Produkt-Designs pro Jahr entwickeln, berichtet Puhlmann. Diese weltweite Produktions- und Entwicklungsbasis bedeute hohe Flexibilität und schnelle Realisierung von Projekten.