Große Scharrnstraße

Postleitzahl: 15230

Straßenschlüssel: 00128
Große Scharrnstraße

Inkraft getreten: 1567

Postleitzahl:

  • 15230

Stadtgebiet:

  • 11 - Stadtmitte
  • 12 - Gubener Vorstadt

Ehemalige Straßennamen:

  • Scharrnstraße (-gasse), 1567-1809
  • Hinter St. Marien, 1567-1706
  • Am Salzmarkt, 1567-1706

Erläuterung aktueller Straßenname:

Der Straßenname Scharrnstraße rührt vom Begriff ,,Scharren" her, der für Verkaufstände oder überdachte Fleischstände steht. Die große Scharrnstraße war seinerzeit die Pulsader der alten Hanse- und Handelsstadt, sehenswert waren die alten Messehäuser aus der Renaissancezeit (spätes 16. Jahrhundert). Die Straße wurde zu Kriegsende fast vollständig zerstört. Obwohl 1987/88 aufwändig zur Fußgängerzone umgestaltet, führte sie zuletzt immer ein Schattendasein neben der Karl-Marx-Straße.

Geschichtliche Entwicklung:

Eine der drei wichtigsten von Nord nach Süd verlaufenden Straßen der mittelalterlichen Stadt ist die Scharrnstraße, von 1809 Große Scharrnstraße. 1567 hieß das zwischen Bischofstraße und Grapengießergasse (später Regierungsstraße) gelegene Teilstück ,,Hinter St.Marien", der Abschnitt zwischen Bischofstraße und Schmalzgasse ,,Am Salzmarkt" und der von der Schmalzgasse zur Lebuser Mauerstraße verlaufende Nordteil Scharrnstraße. Spätestens von 1700 an nannte man die komplette Straße Scharrnstraße. Auf der Karte von 1909 war die Große Scharrnstraße bereits zur Logenstraße verlängert, bis 1934 zur Bachgasse. Mitte der 1950er-Jahre wurde die ehemalige Altstadt nach sozialistischen Maßstäben wieder aufgebaut. Dabei wurde das alte Straßennetz meist nicht berücksichtigt. So endet die Große Scharrnstraße seit 1965 an der kleinen Oderstraße. Der nördlichste Teil zwischen Rosa-Luxemburg-Straße (jetzt Slubicer Straße)und Lebuser Mauerstraße wurde der aus der Lebuser Vorstadt kommenden Schulstraße zugeschlagen. Der Abschnitt zwischen Logenstraße und Bachgasse heißt seit 2012 Heinrich-von-Stephan-Straße

Karte: