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20.03.2020

Aktuelles zu COVID-19 vom Tage, Freitag, 20. März 2020

Liebe Frankfurterinnen, liebe Frankfurter,

die meisten haben verstanden: Wir haben eine Lage, die besondere Maßnahmen erforderlich macht. Auf uns alle kommt es an, sie umzusetzen. Wichtig ist, klug und verantwortungsvoll zu handeln.

Aber seien wir ehrlich: Unsere Gefühle stehen uns dabei auch mal im Weg. Ich will über zwei davon heute sprechen: Angst und Wut.

Angst zu empfinden, ist aktuell nur zu verständlich. Allerdings ist sie, wie wir alle wissen, ein schlechter Ratgeber. Sie ergreift vor allem dann Besitz von uns, wenn wir uns Unbekanntem gegenübersehen; wenn uns Sicherheit und Stabilität, Konstanz und Routine fehlen. All das ist gerade der Fall. Das neuartige Corona-Virus sorgt dieses emotionale Ungleichgewicht; für den Kontrollverlust, den viele von uns fürchten.

Die Reaktion auf dieses Beben ist durchaus unterschiedlich und äußert sich in Gefasstheit, Hilfsbereitschaft, Schockstarre, Aktionismus, Hilflosigkeit, Rückzug, Überforderung, Verständnis, Pragmatik, Empörung, Zusammengehörigkeitsgefühl … und vielen anderen Erscheinungen.

Wenn wir heute sehen, dass Menschen sich trotz gegenteiliger Anweisungen in Gruppen treffen oder gar ihre Kinder auf Spielplätze schicken, so müssen wir beachten, dass auch Realitätsverweigerung ein Ausdruck von Angst ist. Wenn wir empört vor leeren Regalen im Supermarkt stehen, so sollten wir wissen, dass sie durch Angst leergeräumt sind.

Die durch solches Verhalten erzeugten Risiken können im schlimmsten Fall tödlich sein. Zum Beispiel dadurch, dass leer ausgegangene Supermarktkunden weitere Geschäfte aufsuchen und mehr Kontakte riskieren müssen, um die benötigten Waren zu finden. Während die Hamsternden ihr gefühlten persönlichen Risiken ein wenig senken, steigern sie die vieler anderer enorm.

Ich verstehe jeden, der darüber wütend ist. Aber auch Wut kompensiert. Auch Wut ergreift uns und nimmt uns die Kontrolle.

Das schlechteste an der Wut ist aber, dass sie uns nicht hilft, das Verhalten anderer zu korrigieren. Offen vorgebracht, im persönlichen Gespräch oder im sozialen Netzwerk, sorgt sie eher für eine Verhärtung des aus Angst geborenen Fehlverhaltens.

Versuchen wir also der Angst durch Vernunft zu begegnen. Durch Gespräche, Erklärung und das werben für einen rücksichtsvollen gegenseitigen Umgang. Ich glaube, wir müssen jetzt vor allem der Angst begegnen. Und auch das können wir am besten: Gemeinsam und im Miteinander.

Ihr

René Wilke 

 

Weitere Allgemeinverfügung erlassen

Wie bereits am Donnerstag, 19. März 2020 angekündigt, hat Oberbürgermeister René Wilke heute, am Freitag, 20. März eine weitere Allgemeinverfügung mit dem Ziel einer verringerten Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 erlassen.

Demnach dürfen ab Montag, 23. März 2020 folgende Betriebe in Frankfurt (Oder) für den Publikumsverkehr nicht öffnen:

  • Blumenläden aller Art
  • Friseurgeschäfte
  • Saunen, Sonnenstudios und vergleichbare Betriebe
  • kosmetische Fußpflegepraxen, Körperpflege- und Kosmetiksalons
  • Fahrschulen (nur theoretischer Unterricht ist untersagt)
  • kommerziell organisierte Reiseveranstaltungen in Bussen und auf Schiffen
  • Wohnmobilstellplätze und Sportboothäfen

Ebenfalls ab Montag, 23. März 2020 wird der Zugang zu den Praxen von Heilmittelerbringerinnen und -erbringern beschränkt. Das betrifft insbesondere Physiotherapie- und Massagepraxen, Osteopathie-, Logopädie-, Ergotherapie- und Podologiepraxen. Diese dürfen nur zum Zwecke medizinisch gebotener Behandlungen betreten werden. Eine ärztliche Verordnung muss dafür vorliegen. Die gestrige Presseinformation ist in diesem Zusammenhang hiermit präzisiert.

Schlaglichter des COVID-19 Wochenüberblicks (16. bis 20. März 2020)

Montag, 16. März 2020

  • Stadtverwaltung für Präsenzbetrieb geschlossen
  • Ankündigung: Kitas und Horte bieten ab Mittwoch, 18. März 2020 Notbetreuung
  • Brandenburg unterstützt Unternehmen,  WFBB Regionalcenter sind die Erst-Anlaufstelle zur Aufnahme dieser Anliegen, Ansprechpartner ist Christoph Ziemer, Telefon: 0 335 – 283 960-11, E-Mail: christoph.ziemer@wfbb.de

Dienstag, 17. März 2020

  • Erster positive Corona-Test für eine Person, die ihren Wohnsitz in Frankfurt (Oder) hat à am Klinikum Frankfurt (Oder) tätige Krankenschwester
  • Verfügung zu Verordnungen zur Eindämmung der Verbreitung von COVID-19 mit bundesweit geltenden Maßnahmen ab Mittwoch, 18. März 2020
  • Pressekonferenz: www.youtube.com/watch?v=m6Yj0JF1piE&feature=emb_logo
  • Facebooksprechstunde

Mittwoch, 18. März 2020

  • Weiterer Positivtest für in Frankfurt (Oder) wohnhafte Person
  • Gemeinsame Stellungnahme von Oberbürgermeister Wilke und Bürgermeister Olejniczak zur Corona-Krise
  • Guter Start der Spezialsprechstunde COVID-19  (Karl-Ritter-Platz 10), fertiger Dienstplan für die kommenden drei Wochen verabschiedet werden konnte, unter anderem beteiligen sich Allgemeinmediziner, Internisten und Kinderärzte.
  • Stadtverwaltung Frankfurt (Oder) schaltet Telefonhotline (Mo bis Fr: 8 bis 20 Uhr) zu COVID-19: Telefonhotline: 0335 552-1234, E-Mail: hotline@frankfurt-oder.de
  • Bürgerdienstleistungen in Teilen des Bürgerservice wieder eingeschränkt möglich; für dringende, unabweisbare Anliegen in den Bereichen Kfz-Zulassung, Bürgerbüro, Fahrerlaubnisbehörde, Ausländerbehörde und Standesamt à individuelle Terminabsprachen vorab telefonisch
    • Kfz-Zulassungsbehörde: 0335 552-3130
    • Bürgerbüro: 0335 552-3330
    • Fahrerlaubnisbehörde: 0335 552-3120
    • Ausländerbehörde: 0335 552-3307
    • Standesamt: 0335 552-3308
  • Stadt unterstützt lokale Wirtschaft in der aktuellen Situation, dabei sind Ansprechpartner für die lokale Wirtschaft:
  • Wirtschaftsförderung der Stadt Frankfurt (Oder): 0335 552-1501, wirtschaftsfoerderung@frankfurt-oder.de
  • Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder): 0800 4 5555 20, www.arbeitsagentur.de/vor-ort/frankfurt-oder/unternehmen
  • JobCenter Frankfurt (Oder): 0335 570 1234, Jobcenter-Frankfurt-Oder@jobcenter-ge.de
  • Handwerkskammer Frankfurt (Oder): 0335 5619-0, info@hwk-ff.de
  • IHK Ostbrandenburg: 0335 5621-1111, info@ihk-ostbrandenburg.de
  • WFBB Regionalstelle Frankfurt (Oder): 0335 283 96011, christoph.ziemer@wfbb.de

Donnerstag, 19. März 2020

  • Stadt Frankfurt (Oder) schließt Regelungslücken
  • Hilfe und helfen in schwieriger Zeit: Frankfurterinnen und Frankfurter engagieren sich, Link zur Datenbank: www.frankfurt-oder.de/Angebote-Beteiligungen/Beteiligungen/Rund-um-das-Ehrenamt/, telefonische Beratung bieten das Freiwilligenzentrum unter 0335 5654-141 und das Quartiersmanagement unter 0335 387-1894
  • Abfallentsorgung bei möglicher Kontaminierung mit dem Coronavirus, Entsorgung von in Haushalten anfallenden Abfällen, die eventuell mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) kontaminiert sind, unter Beachtung bestimmter Vorsichtsmaßnahmen gemeinsam mit dem Restmüll erfolgen kann. Die Abfälle dürfen allerdings nicht den Sammelsystemen für die getrennte Erfassung von Wertstoffen (z.B. Papiertonne, Biotonne, gelbe Tonne) zugeführt werden.
  • Zur Nutzung der städtischen Trauerhallen sowie Durchführung von Bestattungen und Beisetzungen in Zeiten von COVID-19, die Trauerhallen sind bis auf Weiteres für Trauerfeiern geöffnet, Beisetzungen und Bestattungen werden weiterhin planmäßig durchgeführt.

Vorschläge der Freizeitgestaltung

Hier einige Ideen für einen sinnvollen Zeitvertreib während dieser schwierigen Tage:

  • (Endlich wieder) Kleist-Klassiker schmökern, z.B. über die Onleihe der Stadt- und Regionalbibliothek
  • BSOF auf CD anhören (bestellbar über das BSOF)
  • Bedürftige Nachbarn unterstützen, z.B. Einkäufe besorgen, mit dem Hund Gassi gehen
  • Polnisch-Vokabeln lernen/üben
  • Online-Konzerte anschauen, z.B. von der KUMA Gerstenberg am Samstag, 21. März um 20 Uhr Thomas Strauch solo
  • Aktion „Musik vom Balkon zu den Menschen“ am Sonntag, 22. März um 18 Uhr in ganz Frankfurt (Oder) von Zuhause aus à alle spielen eigene Instrumente vom Balkon aus oder bei geöffnetem Fenster
  • (Endlich wieder) sich diszipliniert bzw. regelmäßig Zeit nehmen für (Rücken-)Gymnastikübungen oder Yoga mit YouTube
  • Musikinstrument erlernen
  • Online-Malkurse belegen
  • An Webinaren zu den unterschiedlichen Themen teilnehmen
  • Zu virtuellen Rundgängen in weltbekannten Museen vom Sofa aus „aufbrechen“:
  • Van Gogh Museum Amsterdam
  • Museum für Naturkunde Berlin
  • Musée d’Orsay, Paris
  • Kunstpalast Düsseldorf
  • Museum of Street Arts, Paris
  • National Museum of Science and Technology Leonardo Da Vinci, Mailand
  • National Museum of Women in the Arts, Washington
  • Museo Frida Kahlo, Ciudad de México
  • Podcasts hören oder über eigene Themen selbst produzieren
  • Ostereier bemalen
  • Stricken lernen mit YouTube
  • Die eigenen vier Wände umgestalten / Frühjahrsputz machen
  • Online-Spiele gemeinsam mit Freunden und Familie durchführen, z.B. Scrabble
  • Auf Fotopirsch durch die Stadt gehen
  • Familie und Freundinnen/Freunde anrufen
  • Corona-Tagebuch schreiben
  • Seriöse Quellen im Internet lesen
  • Spaziergang oder Fahrradtour durchs Oderbruch unternehmen