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25.04.2017

Auftaktveranstaltung »Kulturland Brandenburg« und Eröffnung der Ausstellung »Bürger, Pfarrer, Professoren - St. Marien in Frankfurt (Oder) und die Reformation in Brandenburg«

Rund 15 Monate nach dem Beginn der Restaurierungsarbeiten von 14 Epitaphien, 11 Tafelgemälden und der Bekrönung des Hochaltars der St.-Marien-Kirche wird die Ausstellung „Bürger, Pfarrer, Professoren – St. Marien in Frankfurt (Oder) und die Reformation in Brandenburg“ im Rahmen der Eröffnung des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2017 „Wort & Wirkung. Luther und die Reformation in Brandenburg“

 

am Freitag, dem 5. Mai 2017, 14:00 Uhr

in der St.-Marien-Kirche Frankfurt (Oder),

Oberkirchplatz 1 in 15230 Frankfurt

 

feierlich eröffnet.

Oberbürgermeister Dr. Martin Wilke wird viele Gäste in Frankfurt (Oder) begrüßen. Neben ihm haben sich zahlreiche weitere prominente Gäste in die Rednerliste eingetragen. Unter ihnen sind der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke, Bischof Dr. Markus Dröge von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz, Bischof Waldemar Pytel von der Evangelisch-Augsburgischen Kirche Diözese Wrocław sowie der Geschäftsführende Präsidenten des Ostdeutschen Sparkassenverbandes und Vorstandsvorsitzende der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, Dr. Michael Ermrich.

Darüber hinaus wird Beatrix Forck, Geschäftsführende Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Frankfurt (Oder)-Lebus, zum Thema „Ein Bild der Freiheit und Hoffnung“ referieren sowie Dr. Maria Deiters von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in die Ausstellung einführen.

Umrahmt wird die Veranstaltung vom Jazzensemble des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt (Oder).

Insgesamt 108 Spenderinnen und Spendern haben den Grundstein für die Restaurierungsarbeiten der eingangs erwähnten Kunstwerke gelegt. Seit Mitte November 2015 sammelten sie insgesamt 47.000 Euro. Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung stockte gemeinsam mit der Sparkasse Oder-Spree diesen Betrag um weitere 94.000 Euro auf. Zusätzlich hat das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologische Landesmuseum mit einem Fördervolumen in Höhe von 120.000 Euro und durch eine intensive professionelle fachliche Begleitung und Koordinierung der Restaurierungsarbeiten einen ebenso enormen Beitrag geleistet.

Frankfurt (Oder) und die Reformation

Als Handelsstadt an der Oder, kurfürstlicher Repräsentationsort und Universitätsstadt war Frankfurt ein Zentrum mit weiter Ausstrahlung. Zunächst als „Anti-Wittenberg“ an der Spitze der Luthergegner, wurden Universität und Stadt nach 1539 zu geistig-kulturellen Mittelpunkten der brandenburgischen Reformation. Nichts führt dies so lebendig vor Augen wie die St.-Marien-Kirche und ihre Kunstschätze. Sie wurden restauriert und stehen im Mittelpunkt einer groß angelegten Schau, die jetzt anlässlich des Reformationsjubiläums präsentiert wird. Vielfach sind erstmals seit 60 Jahren zu sehen: mittelalterliche Altäre, Handschriften, Bücher, Epitaphien.

Für den Zeitraum vom 5. Mai 2017 bis 31. Oktober 2017 wird an drei Ausstellungsorten, der St.-Marien-Kirche, der St.-Gertraud-Kirche sowie dem Museum Viadrina in Frankfurt (Oder) die reiche Ausstattung der 1945 schwer zerstörten St.-Marien-Kirche gezeigt. Die Ausstellung, mit der zugleich das Kulturlandjahr 2017 eröffnet, lädt zu einer Wiederentdeckung Frankfurts als märkischer „Metropole“ des 14. bis 17. Jahrhunderts ein.

Die Ausstellung „Bürger, Pfarrer, Professoren – St. Marien in Frankfurt (Oder) und die Reformation in Brandenburg“

Umfängliche Restaurierungsmaßnahmen in der St.-Marien-Kirche machten es möglich, dass ungeachtet der noch immer eingeschränkten Möglichkeiten dennoch viel historisch Wertvolles an diesem Ort gezeigt werden kann. Dazu gehören die berühmten 2002 aus der ehemaligen Sowjetunion zurückgekehrten Glasmalereien, die Greiffenpfeilsche Kapelle sowie das 2014 wiederhergestellte historischen Geläut.

Die 1368 von der Frankfurter Gewandschneiderinnung gestiftete St.-Gertraud-Kirche beherbergt heute den Großteil der historischen Ausstattung der St.-Marien-Kirche, darunter z. B. das mittelalterliche Taufbecken, den siebenflammigen Leuchter oder den 1489 gestiftete Hochaltar mit der herausragenden Bekrönung. Dieses Meisterwerk spätgotischer Schnitzkunst wurde im Vorfeld der Ausstellung restauriert und wieder auf den Schrein gesetzt. Zu den restaurierten Werken zählen auch mehrere Epitaphgemälde mit Gesichtern wichtiger Frankfurter Familien aus der Reformationszeit.

 Das Museum Viadrina ist in einem der wenigen erhaltenen historischen Gebäude der Frankfurter Innenstadt, einem einstigen Patrizierhaus, beheimatet. In der dortigen Sonderschau ist dort u. a. mit herausragenden Werken aus der St.-Marien-Kirche und ihrer Bibliothek das Bild des mittelalterlichen und reformationszeitlichen Frankfurts entstanden. Historische Drucke und Handschriften, Gemälde, Urkunden und Goldschmiedearbeiten erzählen die reformatorischen Vorgänge der Stadt. Anlässlich des Reformationsjubiläums geht die Ausstellung auch den Beziehungen zwischen Stadt und Kirche nach und fragt, was diese heute noch bedeuten.