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28.03.2017

Frankfurt (Oder) und die Reformation – Einladung zur Zeitreise im Jubiläumsjahr

 Oberbürgermeister stimmt gemeinsam mit Kulturland Brandenburg und Landesregierung auf Jubiläumsjahr der Reformation ein

 

Gemeinsam mit der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Dr. Martina Münch, der Staatssekretärin für Infrastruktur und Landesplanung, Ines Jesse und der Geschäftsführerin der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH, Brigitte Faber-Schmidt, hat Frankfurts Oberbürgermeister Dr. Martin Wilke am Montag das Brandenburger Jahresprogramm zum Reformationsjubiläum vorgestellt. In der Vertretung des Landes Brandenburg bei Bund in Berlin legte Dr. Wilke den Fokus hierbei auf die am 5. Mai beginnende Ausstellung „Bürger, Pfarrer, Professoren. St. Marien in Frankfurt (Oder) und die Reformation in Brandenburg“. Die Ausstellung ist gleichzeitig die öffentliche Auftaktveranstaltung zum Themenjahr „WORT & WIRKUNG: Luther und die Reformation in Brandenburg“ des Kulturland Brandenburg und wird an insgesamt drei Standorten – der Marienkirche, der St. Gertraudkirche sowie im städtischen Museum Viadrina - präsentiert. 

Wilke sagte: Frankfurt (Oder) war im Mittelalter nicht nur ein bedeutendes Handelszentrum an der Oder. Die Stadt war auch direkter Bestandteil der reformatorischen Zeit: zunächst an der Spitze der Gegenbewegung zu Luther, nach 1539 schließlich als Dreh- und Angelpunkt der Reformation in der Region. Das Selbstbewusstsein der damaligen Bürgerschaft holen wir mit der bedeutenden Ausstellung in das öffentliche Bewusstsein unserer Stadt zurück – erlebbar für Jedermann.“

Die Ausstellungsorte sind daher auch nicht zufällig gewählt: „Nirgendwo in unserer Stadt lassen sich die mittelalterliche und reformatorische Zeit so gut nachskizzieren wie in der Marienkirche mit ihrer großartigen Architektur und ihren reichhaltigen Kulturschätzen.“, so das Stadtoberhaupt. Weniger bekannt, aber nicht weniger bedeutsam ist die St. Gertraudkirche, die heute die vom Weltkrieg verschonten Kunstgegenstände beheimatet, darunter Altäre, Skulpturen, Goldschmiedewerke, mittelalterliche Handschriften sowie Epitaphgemälde. „Viele der Gegenstände werden erstmals seit 60 Jahren zu sehen sein und sind damit ein besonderer Anziehungspunkt für die Frankfurterinnen und Frankfurter ebenso wie für Touristen, die wir mit dieser Ausstellung erreichen möchten.“

Die Ausstellung hat den Anspruch, die historischen Vorgänge und städtischen Verhältnisse des Spätmittelalters und der Reformationszeit in Frankfurt aus einer stärker personenbezogenen Sicht zu schildern. Entsprechend stehen wichtige Personen aus der städtischen Bürgerschaft und dem universitären Leben im Mittelpunkt.

Aber nicht nur theologische Debatten und politischen und konfessionellen Umbrüche werden thematisiert, sondern auch deren Einfluss auf die Lebenswirklichkeit der Menschen. „Genau hierdurch wird der Bogen geschlagen zur Gegenwart, in der sich viele Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt durch persönlichen Einsatz stark mit der Stadt und ihrer Geschichte identifizieren.“, so Wilke weiter.

Die Leiterin des städtischen Kultureigenbetriebs, Sabine Wenzke, die ebenfalls in Berlin dabei war, betont die Nachhaltigkeit des Projektes: „Neben der Frage, wie sich die Reformation auf das Alltagsleben der Bürger ausgewirkt hat, stellen wir mit der Ausstellung auch die Fragen in den Raum, wie es mit der Marienkirche weitergehen soll und wie wir die verschiedenen Interessen von Stadt, evangelischer Kirche und Kulturschaffenden künftig austarieren. Ich bin überzeugt, dass sich durch dieses Jahr die Identifikation und das Engagement der Bürgerinnen und Bürger für die Marienkirche, ebenso wie für die städtischen Museen, deutlich verstärken und über die kommenden Jahre tragen werden. Allein dafür hätten sich die Anstrengungen bereits gelohnt.“

Zum Gelingen des Projekts haben viele Akteure beigetragen. Neben der Zivilgesellschaft dankte Dr. Wilke auch der Sparkasse Oder-Spree und der Sparkassenstiftung als wichtige Förderer: „Dank des neuerlichen Erfolges der Aktion „Aus 1 mach 3“ haben wir gemeinsam eine Ausstellung konzipiert, auf die sich alle Interessierten vom 5. Mai bis zum 31.10. freuen können.“

Weitere Informationen zum Lutherjahr unter: www.kulturland-brandenburg.de

https://www.luther2017.de/de/

Ab dem 29.3. ist zudem die städtische Seite zum Reformations-Jubiläumsjahr online: www.reformationsjubilaeum-frankfurt-oder.de

Aktuelle Veranstaltungen sind auch bei Facebook auf der Seite „Reformationsjubiläum Frankfurt“ einsehbar.