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Organisatoren ziehen positive Zwischenbilanz

Erste Ergebnisse der Frankfurt-Slubicer Zukunftskonferenz, 4.-6. Juni 2009

200 Teilnehmer, etwa gleich viele aus Frankfurt und Slubice, haben sich auf der 1. Frankfurt-Slubicer Zukunftskonferenz, die am 4.-6. Juni 2009 im Collegium Polonicum, Slubice, stattfand, klar zur Doppelstadt bekannt.
Als „Quantensprung in der Zusammenarbeit“ bezeichnet Frankfurts Oberbürgermeister Martin Patzelt die Zukunftskonferenz am vergangenen Wochenende in Slubice. Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft haben an drei Tagen ihre Visionen zur Zukunft der beiden Städte geteilt und gemeinsam ausgebaut.
Auch wenn die Organisatoren der Stadtverwaltungen wohl noch Wochen brauchen werden, um die vielfältigen Diskussionen, Anregungen und Ideen aus den zahlreichen Vorträgen und Workshops vollständig auszuwerten, kann schon jetzt das vielleicht wichtigste Ergebnis präsentiert werden: Das Modell der Doppelstadt wird nicht in Frage gestellt. Es herrscht Einigkeit darüber, dass eine zukünftige Entwicklung beider Städte nur gemeinsam erfolgen kann.
Und noch etwas stellten die deutschen und polnischen Teilnehmer klar: Der Grundstein muss in der Sprachenförderung liegen. Vom Kindergarten bis zur Oberstufe muss das Angebot bestehen, die Sprache der anderen Flussseite zu erlernen. Flankiert werden kann dies unter Umständen durch fremdsprachige Angebote in den Lokalmedien.
„Man kann sich in Frankfurt auf der Straße in Polnisch verständigen so wie in Bern auf Französisch, in Slubice auf Deutsch so wie in Québec auf Englisch. Alle Schüler lernen ab der Grundschule zwei Fremdsprachen: Englisch und die Nachbarsprache“, so fasste Projektleiter Sören Bollmann die Vision der Teilnehmer zusammen.
Bereits in diesem Sommer soll mit der Umsetzung erster Projekte begonnen werden. Der Bürgermeister von Slubice, Ryszard Bodziacki, sagte, dass diese Konferenz ihn darin bestätige, dass es richtig sei, nun gemeinsam einen konkreten, verbindlichen Handlungsplan 2010-2020 zu erarbeiten.
Auf der nächsten Deutsch-Polnischen Stadtverordnetenversammlung am 10. Juli wird der Gemeinsame Ausschuss für Europäische Integration einen Antrag einbringen, der die beiden Stadtverwaltungen beauftragt, bis zum Jahresende einen Frankfurt-Slubicer Handlungsplan 2010-2020 zu erarbeiten.
Auf der gleichen Sitzung wird ein Antrag des Frankfurter Oberbürgermeisters eingebracht, der die Gründung eines Europäischen Verbunds für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) vorsieht. Mit der neuen Rechtsform soll die Struktur geschaffen werden, um Arbeitsbereiche der beiden Stadtverwaltungen zusammenzulegen. Als Pilotprojekt in diesem Kontext gilt der Aufbau eines gemeinsamen Marketingbüros. Dessen Inhalte und Scherpunkte sollen noch in diesem Herbst in die politische Abstimmung gelangen. Dabei soll versucht werden soweit möglich Anregungen aus der Zukunftskonferenz mit in die inhaltliche Konzeption des Marketings einfließen zu lassen.
Mögliche weitere Arbeitsbereiche für die gemeinsame Struktur wären zu einem späteren Zeitpunkt Stadtentwicklung, Öffentlicher Personennahverkehr, Bildung und Weiterbildung, sowie Kultur. Bis dahin werden die bereits im Rahmen des URBACT-Projekts zwischen den Verwaltungen gegründeten, grenzüberschreitenden Arbeitsgruppen zu diesen Themenfeldern um Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erweitert, um einen möglichst breiten Austausch zu ermöglichen.