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16.10.2017

Viel Zuspruch in Brüssel für Frankfurt-Slubicer Zusammenarbeit

Die Städte Frankfurt (Oder) und Słubice haben am vergangenen Dienstag und Mittwoch ihre grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rahmen der „Europäischen Woche der Regionen der Städte“ in Brüssel präsentiert. Gemeinsam mit Grenzstädten aus Finnland, Schweden, Italien und Slowenien sprachen Oberbürgermeister Dr. Martin Wilke und sein Słubicer Amtskollege Tomasz Ciszewicz darüber, wie Grenzstädte ihr Potenzial nutzen und gemeinsam lokale Herausforderungen bewältigen können. Für Frankfurt (Oder) und Słubice hoben die Stadtoberhäupter den grenzüberschreitenden Verkehr und den Logistikstandort, das Potenzial durch Wissenschaft und Forschung sowie das vielfältige kulturelle Leben hervor. Auch Fragen zu Bildung und Zweisprachigkeit, Attraktivität der Städte für Neubürger und Innovationen standen im Mittelpunkt der Diskussion.

Während der Präsentation wurde deutlich, dass Frankfurt (Oder) und Słubice von den anderen Doppelstädten auch lernen können. Die Städte Gorizia (Italien) und Nova Gorica (Slowenien) haben für ihre grenzüberschreitenden Investitionsprojekte eine gemeinsame Organisationsform nach europäischem Recht gegründet. Die skandinavischen Städte Tornio und Haparanda haben über 20 Verträge zu grenzüberschreitenden Dienstleistungen abgeschlossen, in denen die Förderung der gemeinsamen wirtschaftlichen Entwicklung einen Schwerpunkt bildet.

"Es ist wichtig über den Tellerrand zu schauen, um die praktischen Erfahrungen anderer Doppelstädte zu nutzen“, bewertet Oberbürgermeister Dr. Wilke die gemeinsame Veranstaltung. „Das spart Aufwand und führt schneller zu Ergebnissen in der Zusammenarbeit von Słubice und Frankfurt." Der Austausch mit den Doppelstädten an der schwedisch-finnischen und der italienisch-slowenischen Grenze soll fortgeführt und vertieft werden. Mit Haparanda/Tornio sind 2018 und 2019 zwei Studienbesuche, einer an jeder Grenze, vereinbart, um von konkreten Projekten zu lernen und sich bei der Aktualisierung der Handlungspläne auszutauschen. Aktuell wird auch im Norden an einem Handlungsplan gearbeitet, der die dortige Kooperation bis zum Jahr 2030 begleiten soll.

Neben der Präsentation führte die Frankfurt-Słubicer Delegation, der mehrere Stadtverordnete mit den Stadtverordneten-Vorsitzenden Wolfgang Neumann und Mariusz Olejniczak angehörten, in Brüssel Gespräche mit den brandenburgischen Europa-Abgeordneten Helmut Scholz und Susanne Melior, dem polnischen Abgeordneten Bogusław Liberadzki sowie mit der brandenburgischen Europa-Staatssekretärin Anne Quart. Dazu Oberbürgermeister Dr. Wilke: "Wir haben in unseren Gesprächen gespürt, dass man uns stärker aus Brüssel unterstützen will, weil die Europäische Idee zum Vorteil der Bürger bei uns funktioniert."

Das Frankfurt-Słubicer Kooperationszentrum hat das zweitägige Programm in Brüssel ausgearbeitet und begleitet. Es wird gefördert durch das Interreg V A-Projekt „Modellstadt der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit“.