BorderLabs CE: Partnertreffen in Wrocław und Fachworkshop zu grenzüberschreitenden Hindernissen

Am 2. März 2026 fand im Institut für Territoriale Entwicklung (Instytut Rozwoju Terytorialnego) in Wrocław ein Partnertreffen des Interreg CENTRAL EUROPE-Projekts BorderLabs CE statt. Im Mittelpunkt standen die Kontrolle des Umsetzungsstands der Pilotaktivitäten, die Abstimmung der nächsten Arbeitsschritte sowie organisatorische Fragen (Reporting/Finanzen, Kommunikation sowie die Weiterarbeit an Plattform und „Charter“).

Die Stadt Frankfurt (Oder) stellte den aktuellen Stand der Pilotumsetzung in der Europäischen Doppelstadt Frankfurt (Oder)–Słubice vor und lud die Partner-Doppelstädte zum 2. Double Cities Dialogue Forum am 28.–29. Mai 2026 in Frankfurt (Oder)–Słubice ein.

Am 3. März 2026 folgte ein thematischer Workshop zu grenzüberschreitenden Hindernissen. Dirk Peters (ehem. GD REGIO, Europäische Kommission) ordnete Lösungsansätze ein, u. a. das Instrument EVTZ sowie das neue EU-Instrument BRIDGEforEU. Anschließend zeigte Martin Unfried (Universität Maastricht) konkrete Wege auf, wie Hindernisse systematisch identifiziert und in der Praxis abgebaut werden können. In der zweiten Tageshälfte arbeiteten die Projektpartner heraus, welche Hindernisse die Kooperation in ihren Regionen bremsen und welche Lösungswege vor Ort bereits erprobt werden.

Besonders relevant für Frankfurt (Oder)–Słubice waren Erfahrungsberichte von Micaela Passon (EGTC GO!) – unter anderem zu gemeinsamen Vergaben im Baubereich (z. B. Umgestaltung eines Grenzplatzes), zu Herausforderungen bei Großveranstaltungen sowie zu grenzüberschreitenden Fahrradverleihsystemen.

Zum Projekt: BorderLabs CE ist ein Projekt im Programm Interreg CENTRAL EUROPE (SO4.1) mit einer Laufzeit von 30 Monaten (2024–2026). Ziel ist es, partizipative Governance in Grenzregionen zu stärken und den „Grenzeffekt“ zu verringern – durch das Testen, Bewerten und Verbreiten übertragbarer Governance-Lösungen. Für Frankfurt (Oder)–Słubice liegt der Schwerpunkt auf dem Aufbau einer grenzüberschreitenden Bürgerbeteiligungsstruktur im Doppelstadt-Kontext.

05.03.2026