Ausstellung „Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale“ in der VHS
Die Treuhandpolitik brach 1990 wie ein Schicksalsschlag über die Ostdeutschen herein. Waren sie im Herbst 1989 selbstbewusst für Freiheit und Demokratie auf die Straßen gegangen, nahm ihr Leben nun eine ungewollte Wendung. 9.000 volkseigene Betriebe wurden privatisiert oder liquidiert, Millionen Menschen wurden arbeitslos. Wie erging es den Menschen dabei? Wie verarbeiteten sie die biografischen Brüche?
Über eine Vielzahl von Lebenswegen gibt nun die Ausstellung der Rosa-Luxemburg-Stiftung „Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale“ in der Volkshochschule Frankfurt (Oder) (VHS) Einblick. Die 13 ausgewählten Branchen und Betriebe stehen exemplarisch für die ostdeutsche Wirtschaft. Eine Vielzahl ostdeutschen Familien war vom Wirken der Treuhandpolitik betroffen.
Ein Beispiel für das Agieren der Treuhandanstalt in Frankfurt (Oder) ist das Halbleiterwerk. Eine Tafel der Ausstellung erinnert an den Elektronik-Großbetrieb und dessen Abwicklung.
Die Ausstellung ist bis zum 24. April 2026 im 1. Obergeschoss in der VHS, Gartenstraße 1 zu sehen. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Öffnungszeiten: montags bis donnerstags: 10.00 bis 20.00 Uhr, freitags: 10.00 bis 17.00 Uhr
Bei Rückfragen der Medien steht Elisabeth Lüdeking als Leiterin der VHS für Auskünfte zur Verfügung (T: 0335 500 800 25, E: elisabeth.luedeking@vhs-ffo.de).