Besuch des ehemaligen NS-Arbeitslagers in Świecko
Am Dienstag, 5. Mai, lädt die Volkshochschule Frankfurt (Oder) im Rahmen des Monats der politischen Bildung von 16.00 bis 19.15 Uhr zu einem Besuch des ehemaligen NS-Arbeitslagers in Świecko
(Schwetig) ein.
Die Gebäude des Lagers Schwetig wurden 1938 zunächst als Unterkunft für Autobahn-Bauarbeiter errichtet und im Oktober 1940 in ein NS-Arbeitserziehungslager umgewandelt. Dort wurden vor allem ausländische Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter aus insgesamt 14 Nationen festgehalten. Das ursprünglich für 400 Personen ausgelegte Lager war dauerhaft mit etwa 800 Häftlingen überbelegt.
Einweisungen erfolgten unter anderem wegen Fluchtversuchen sowie auch aufgrund von Denunziationen und Vorwürfen wie „Verletzung von Arbeitspflichten“, „Bummelei“ oder „Aufsässigkeit“. Ziel war die gewaltsame „Umerziehung“.
Insgesamt waren während der über vierjährigen Existenz des Lagers rund 10.000 Menschen dort inhaftiert. Die Zahl der Todesopfer wird auf 1.000 bis 4.000 geschätzt. Erst Jahrzehnte nach Kriegsende entstand eine Gedenkstätte, die heute an das Leid der Opfer erinnert.
Im Rahmen der Veranstaltung bietet die Volkshochschule eine gemeinsame Fahrradtour (ca. 20 km) zur Gedenkstätte an. Alternativ ist eine Anreise per Fahrgemeinschaft (Anmeldung per E-Mail an uta.kurzwelly@vhs-ffo.de) oder individuell möglich.
Abfahrt mit dem Fahrrad: 15.30 Uhr ab der Bushaltestelle an der Brücke in Słubice
Kontakt bei Rückfragen:
Uta Kurzwelly (Programmbereichsleiterin Gesellschaft, Kultur und Gesundheit)
Tel: 0335 50080023