4 Anger
Der Anger war seit dem Mittelalter eine stadtnahe Freifläche, die verschiedene Nutzungen erfuhr: Schießplatz der Schützenbruderschaft, Exerzierplatz des Frankfurter Leibregiments, schließlich 1923 Umgestaltung zur Parkanlage. Ursprünglich sollte an der Südseite eine Stadthalle mit Restaurants entstehen, die jedoch nicht zur Ausführung kam. An der Nordseite entstand zu Beginn der zwanziger Jahre unter Leitung des Architekten Martin Kießling eine Wohnanlage für die höheren Angestellten der neu in Frankfurt angesiedelten Reichsbahndirektion Ost. Der Anger ist in drei Bereiche gegliedert: Im Norden der Rosengarten, im Süden der Staudengarten, in der Mitte eine große Rasenfläche und das Ehrenmal für die gefallenen sowjetischen Soldaten. Begrenzt ist der Anger an der Ost- und Westseite durch eine mehrreihige Lindenallee.