Seit Ende April 2026 hat sich die Lage in Schostka deutlich verschlechtert. Die Stadt wird durch Russland mehrmals täglich angegriffen. Dabei wurden vor allem zivile Ziele und kritische Infrastruktur bombardiert. Es gibt zahlreiche Tote und Verletzte. Mit ihrer Erklärung zeigen die Stadtspitzen der Doppelstadt den Bürgerinnen und Bürgern von Schostka ein Zeichen der Solidarität und Mitgefühl.
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"Mit großer Betroffenheit verfolgen wir die Nachrichten über die erneuten und deutlich verstärkten Angriffe Russlands auf Schostka, unsere Partnerstadt in der Oblast Sumy in der Ukraine. Auf die Stadt gehen weiterhin Bomben, Raketen und Drohnen nieder. Zerstört werden Wohnhäuser, das städtische Kinderkrankenhaus, Schulen, Verwaltungsgebäude und Infrastruktur, die die Menschen für ihr tägliches Leben brauchen. Zivilistinnen und Zivilisten sterben. Die Einwohnerinnen und Einwohner von Schostka leben seit über vier Jahren unter dieser ständigen Bedrohung und Belastung. Die vergangenen Tage zeigen noch einmal sehr deutlich, dass der Druck auf die Zivilbevölkerung weiter zunimmt. Die Angriffe erfolgen nicht mehr vereinzelt, sondern täglich — mitunter mehrmals am Tag. Das ist eine für uns in der Doppelstadt nur schwer begreifbare Dauerbelastung. Doch die Eindrücke, die uns aus Schostka und von Ukrainerinnen und Ukrainern hier bei uns geschildert werden, machen das Grauen sehr deutlich. Als Stadtspitzen von Frankfurt (Oder) und Słubice erklären wir nachdrücklich und erneut unseren entschiedenen Widerspruch gegen diese brutale Gewalt. Wir verurteilen die Barbarei dieses völkerrechtswidrigen Angriffskrieges gegen die Ukraine und ihre Bevölkerung. Besonders empörend sind Angriffe auf die Zivilbevölkerung. Wohnhäuser, das städtische Kinderkrankenhaus, Einrichtungen für Kinder mit Behinderungen, Schulen, Verwaltungsgebäude werden ständig ins Visier genommen. Schostka ist für uns kein anonymer Ort auf der Landkarte. Schostka ist unsere Partnerstadt. Wir fühlen mit unseren Freunden und wir leiden mit Ihnen. Deshalb werden Frankfurt (Oder) und Słubice die Menschen in Schostka weiterhin unterstützen. Auch in diesem Jahr planen wir, erneut einen Aufenthalt für Jugendliche aus Schostka in der Doppelstadt zu organisieren. Ziel ist es, jungen Menschen eine sichere Zeit außerhalb der unmittelbaren Gefahrenzone zu ermöglichen und ihnen psychologische Unterstützung zu geben. Wir erklären unsere Solidarität mit den Einwohnerinnen und Einwohnern von Schostka, mit den Familien der Opfer und mit allen, die trotz der täglichen Bedrohung das Funktionieren der Stadt aufrechterhalten. Frankfurt (Oder) und Słubice stehen an der Seite von Schostka. Wirstehen an der Seite des Rechts auf ein Leben in Frieden, Sicherheit und Freiheit." |