Haushalte

Der Sektor private Haushalte hat beim Endenergieverbrauch mit 482 GWh in 2010 einen Anteil von 28,1 % am gesamten Endenergieverbrauch in der Stadt. Davon entfallen rund 86 % auf Wärme (Raumwärme, Warmwasser, Kochen) und 14 % auf Strom.

Bei den CO2-Emissionen hat der Sektor private Haushalte in 2010 mit 142.100 t CO2/a einen Anteil von 25,9 %. Bis 2020 wurde ein Energieeinsparpotenzial von rund 113 GWh errechnet. Das macht einen Anteil von über einem Viertel am gesamten Minderungspotenzial in der Stadt Frankfurt (Oder) aus.

Insbesondere folgende Maßnahmen tragen zur Erschließung der Minderungspotenziale im Bereich private Haushalte bei:

  • Sanierung der Bestandsgebäude und hocheffizienter Neubau,
  • Erneuerung und Optimierung von Heizungsanlagen,
  • Einsatz effizienter Haushaltsgeräte (v.a. Kühlgeräte und Waschmaschinen/ Wäschetrockner)
    sowie Informations- und Kommunikationsgeräte 
  • Einsatz effizienter Beleuchtung sowie
  • Reduktion des Standby-Verbrauchs von IuK- und Haushaltsgeräten. 
Die drei großen Wohnungsunternehmen in Frankfurt, die über die Hälfte des Wohnbestandes bewirtschaften, haben insbesondere in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre energetische Sanierungsmaßnahmen im Gebäudebestand durchgeführt. Ein Großteil des geplanten Rückbaus von Wohngebäuden ist bereits erfolgt. Im Hinblick auf die energetische Gebäudesanierung sollten hier weitere Anstrengungen folgen. Laufende Aktionen der Stadtwerke wie die Thermografie-Aktion und das Förderprogramm KlimaBonus tragen ebenfalls zur Information zu möglichen Sanierungsmaßnahmen und zur Erneuerung der Heizungssysteme bei.