6 Kleistpark
Der Kleistpark war der frühere alte Stadtfriedhof, der 1802 am Westrand Frankfurts angelegt wurde. Zu Ende des II. Weltkrieges schwer in Mitleidenschaft gezogen, wurde der Friedhof ab 1950 weitgehend eingeebnet und zu einem Volkspark umgestaltet, der später den Namen „Kleistpark“ erhielt. Anfang der 1970er Jahre wurde eine Schnellstraße durch den Park gebaut und der dadurch abgeschnittene älteste Ostteil des ehemaligen Friedhofs mit Hochhäusern bebaut, der Park wurde dadurch um die Hälfte verkleinert. Einige der alten Grabmäler sind im Park erhalten geblieben: Das Grabmal der Ulrike von Kleist, das Grabmal des Orgelbaumeisters und Gründer einer der heute noch bedeutendsten deutschen Orgelbauanstalten Wilhelm Sauer oder das Grabmal Wilhelm Spiekers, Begründer des „Patriotischen Wochenblatts“ oder der Gedenkstein für den Pädagogen und Politiker Carl Wilhelm Wiecke, dem auch das Gymnasium der Stadt seinen Namen verdankte (heute Liebknecht-Gymnasium).