Mindestens seit 1430 war die Oderstadt Mitglied der Hanse

Nach dem Aussterben der brandenburgischen Askanier 1319/20 kämpfte die Stadt an der Seite der Wittelsbacher und bot trotz der Belagerung des im Bündnis mit dem "Falschen Waldemar" stehenden Heeres von Kaiser Karl IV. Markgraf Ludwig Schutz. Als bedeutende Handelsstadt, welche den gesamten Oderhandel zwischen Breslau und Stettin beherrschte, fand Frankfurt Anschluss an den hansischen Wirtschaftsraum. Mindestens seit 1430 war die Oderstadt Mitglied der Hanse und besuchte regelmäßig bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts die Hansetage.
Zum Ende des 15. Jahrhunderts ging die Bedeutung der Fernhandelsgeschäfte zurück und die schon frühzeitig erwähnten Märkte, 1653 erstmalig als Messen bezeichnet, erlangten größere Bedeutung. Die zu Reminiscere, Margarethen und Martini jährlich durchgeführten Frühjahrs-, Sommer- und Herbstmärkte entwickelten sich zu Großhandelsmärkten mit internationalem Charakter. Sorgfältig wachte die Stadt darüber, dass die Märkte regelmäßig stattfinden konnten. 1611, als der Martinimarkt wegen Pestgefahr nicht stattfinden sollte, erbat die Stadt dennoch die Genehmigung zu seiner Durchführung, da, wie es hieß, zum Markt Franzosen, Niederländer, Engländer, Preußen, Kaufleute aus Polen, aus Köln am Rhein, Frankfurt am Main, aus Augsburg, Nürnberg und vielen anderen Orten kamen.