Prävention nach Themen

Eigentumskriminalität

1. Fahrraddiebstahl

Tipps zur Sicherung von Fahrrädern

Für viele Frankfurter gehört das Fahrradfahren zum Alltag.

Damit Sie das Risiko minimieren, Opfer eines Fahrraddiebstahls zu werden, beachten Sie bitte die nachfolgenden Empfehlungen, denn eine fehlende bzw. schlechte Sicherung begünstigt diesen. Oft reichen wenige Minuten der Unachtsamkeit aus und Fahrraddiebe nutzen die Gunst der Stunde.

1.     Stabiles VdS-zertifiziertes Fahrradschloss

Die Basis des Diebstahlschutzes von Fahrrädern beginnt bei der Wahl des Fahrradschlosses. Achten Sie darauf, dass das Schloss aus durchgehärtetem Spezialstahl hergestellt und mit einem massiven Schließsystem ausgerüstet ist.

Geeignete Schlösser sind Bügel-  und Panzerkabelschlösser sowie massive Stahlketten. Für ein wirksames Fahrradschloss kalkulieren Sie ca. zehn Prozent des Fahrradwertes ein.

2.     Fahrrad ANSCHLIEßEN statt nur Abschließen

Schließen Sie Ihr Fahrrad (Rahmen sowie Vorder- oder Hinterrad) stets an einem verankerten stabilen Gegenstand (Laternenpfahl, Fahrradständer etc.) an auch dann, wenn Sie Ihr Fahrrad nur für einen kurzen Moment abstellen. Vergessen Sie nicht, Ihr Fahrrad auch in geschlossenen Räumen (Keller, Garage, Fahrradraum) anzuschließen und einzelne Fahrradteile zu sichern.

3.     Fahrraddaten im Fahrradpass erfassen

Einen Fahrradpass stellt der Händler beim Fahrradkauf aus. Falls nicht, fragen Sie danach.

Im Fahrradpass werden alle relevanten Daten, wie Farbe, Typ, Rahmennummer, Codier-Nummer, Anschrift, Erreichbarkeit, Foto des Rades etc. erfasst. Bewahren Sie den ausgefüllten Fahrradpass in Ihren persönlichen Unterlagen auf.

4.     Fahrradcodierung

Lassen Sie Ihr Fahrrad individuell codieren, denn die Codierung verdeutlicht sofort, wer der Eigentümer des Rades ist. Zudem erschwert die Codierung den Verkauf gestohlener Fahrräder.

Für die Fahrradsaison 2018 heißt das: Ein zertifiziertes Schloss kaufen, das Rad codieren lassen, den Fahrradpass sorgfältig ausfüllen und stets alle Sicherungsvorkehrungen nutzen! Gute Fahrt!

Wenn Sie den Verdacht haben, dass jemand unberechtigt an einem Fahrrad herumhantiert, informieren Sie bitte sofort die Polizei über den Notruf 110!

2. Wohnungseinbruch

Verhaltentipps für ein noch sicheres Zuhause

Viele Einbrüche werden durch leichtsinniges Verhalten begünstigt. Gekippte Fenster, unverschlossene Türen, offene Terrassentüren etc. sind ein hohes Sicherheitsrisiko und für Einbrecher eine perfekte Einladung.

Gelegenheit macht Diebe, ist ein altes Sprichwort, welches sich oft bewahrheitet.  Nachfolgend möchten wir Ihnen Tipps geben, wie man durch vorausschauendes sowie verantwortungsbewusstes Verhalten potentiellen Tätern das Leben deutlich erschwert. 

  1. Schließen Sie stets alle Fenster, Balkon- und Terrassentüren beim Verlassen des Hauses! Vorsicht, gekippte Fenster oder Terrassentüren sind offene Fenster!
  2. Schließen Sie immer, auch bei kurzer Abwesenheit, die Haustür zweimal ab!
  3. Bei Mehrfamilienhäuser stets den Hauseingang geschlossen halten. Prüfen Sie mit der Gegensprechanlage wer ins Haus will, bevor Sie den Türöffner drücken!
  4. Garten- und Garagentüren sowie Hoftore stets geschlossen halten, auch dann, wenn Sie zu Hause sind!
  5. Verstecken Sie Ihren Hausschlüssel niemals außerhalb der Wohnung bzw. des Hauses! Einbrecher kennen jedes Versteck!
  6. Sorgen Sie für eine ausreichende Beleuchtung für das gesamte Grundstück (z. B. durch Bewegungsmelder) sowie abschaltbare Außensteckdosen! Licht wirkt abschreckend beim Täter!
  7. Geben Sie nie einen Hinweis auf Ihre Abwesenheit, etwa in sozialen Netzwerken, auf dem Anrufbeantworter etc.
  8. Leitern, Mülltonnen, Gartenmöbel benutzen viele Einbrecher als Kletterhilfen, um auch über höher gelegene Fenster oder Balkone einzusteigen. Wenn diese in einbruchgefährdeten Bereichen stehen, wegräumen oder anschließen!
  9. Rollläden nur zur Nachtzeit schließen und nicht tagsüber!
  10. Vermeiden Sie eine zu dichte sowie zu hohe Bepflanzung am Haus. Denn diese bietet nicht nur Ihnen Sichtschutz, sondern auch den Einbrechern!
  11. Bitten Sie Freunde oder Nachbarn während Ihrer Abwesenheit den Briefkasten zu leeren und Anwesenheit zu simulieren!
  12. Achten Sie auf Fremde auf dem Grundstück des Nachbarn bzw. im Mehrfamilienhaus und sprechen Sie diese an! Wirkt abschreckend beim Täter!

Wachsamkeit in der Nachbarschaft

Nicht nur gut gesicherte Fenster und Türen sind wirksame Maßnahmen gegen Haus- und Wohnungseinbrüche, sondern durch Wachsamkeit in der Nachbarschaft kann jeder Frankfurter Bürger einen wichtigen Beitrag leisten, Einbrüche zu verhindern oder zumindest zu erschweren.

Über 40 % der Einbrüche bleiben im Versuchsstadium stecken, nicht zuletzt wegen Aufmerksamer Nachbarschaft!

Polizeiliche Erkenntnisse zeigen eindeutig, je aufmerksamer und aktiver eine Nachbarschaft, je stärker der Zusammenhalt und ein soziales Miteinander, desto höher steigt für den Täter das Risiko an, entdeckt zu werden.

Aufmerksamkeit und Wachsamkeit der Nachbarn haben nichts mit spionieren zu tun, sondern mit nachbarschaftlicher Mitverantwortung für mehr Sicherheit in Ihrem Wohnviertel. Aufmerksame Nachbarn sind ein probates sowie nachhaltiges Mittel, ungebetenen Gästen das Leben so schwer wie möglich zu machen.

Kommunizieren Sie mit Ihren Nachbarn über das Thema „Sicherheit für unser Wohngebiet“ z. B. beim nächsten Grillabend und helfen Sie sich gegenseitig.

Besonders in der Ferienzeit sind aufmerksame Nachbarn unabdingbar. Wenn Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus für längere Zeit verlassen, bitten Sie Ihren Nachbar, den Briefkasten kontinuierlich zu leeren, Rollläden auf- und ablassen etc. Tauschen Sie untereinander Rufnummern aus.

Zeigen Sie ein gesundes Misstrauen gegenüber Fremden in Ihrem Wohngebiet, auf dem Nachbargrundstück bzw. im Mehrfamilienhaus. Sprechen Sie verdächtige Personen an, ohne sich jedoch selbst in Gefahr zu bringen.

Wenn Ihnen eine Verhaltensweise verdächtig vorkommt, informieren Sie umgehend Ihre Nachbarn und die Polizei über den Notruf 110, lieber einmal mehr, als einmal zu wenig.

Die Polizei kann nicht überall vor Ort sein, aber ein Nachbar ist fast immer in der Nähe.

Durch gegenseitige Wachsamkeit gewinnen sowohl Sie als auch Ihre Nachbarn deutlich an Sicherheit und Lebensqualität in Ihrem Wohnumfeld.

In der Geschäftsstelle des städtischen Sicherheits- und Präventionsrates im Stadthaus erhalten Sie kostenlose Aufkleber „Vorsicht! Wachsamer Nachbar“.

Bringen Sie diesen gut sichtbar im Eingangsbereich des Grundstückes, z. B. am Briefkasten, an. Damit zeigen Sie potentiellen Tätern visuell auf, dass Sie in einer gut funktionierenden Nachbarschaft wohnen.

 

Verhaltenstipps zum Schutz vor Taschendiebstahl im Urlaub

Damit Sie während Ihres Urlaubes nicht Opfer eines Taschendiebstahls werden, sollten Sie folgende Vorsichtsmaßnahmen beachten:

Am Strand:

  1. Nehmen Sie keine Wertsachen zum Strand mit, die Sie nicht benötigen und nur so viel Bargeld wie nötig!
  2. Lassen Sie Ihre Wertsachen nie unbeaufsichtigt am Strand zurück, z. B. wenn Sie schwimmen gehen!
  3. Lassen Sie sich nicht am Strand in Verkaufsgespräche verwickeln! Typischer Trick der Taschendiebe am Strand. Einer bietet Ihnen etwas an und lenkt Sie ab, der andere entwendet Ihre Wertsachen.

Beim Städtetrip:

In vielen Urlaubsregionen und besonders in europäischen Städten wie z. B. Barcelona, Rom, Prag, Paris sind Taschendiebe vermehrt unterwegs! Hier ist auf belebten und öffentlichen Plätzen, an Touristenattraktionen und bei größeren Menschenansammlungen besondere Achtsamkeit und ein „gesundes Misstrauen“ geboten!

  1. Lassen Sie wichtige Dokumente und Wertsachen im Hotelsafe!
  2. Kopieren Sie wichtige Dokumente wie z.B. Reisepass, Kreditkarten, Flugticket und bewahren Sie diese an einer anderen Stelle auf!
  3. Nehmen Sie nur das Notwendigste an Bargeld mit!
  4. Bewahren Sie Geldbörsen, Handys und benötigte Dokumente an verschiedenen Stellen, möglichst körpernah, auf! Schwer zu entwenden sind Gürteltaschen, Brustbeutel oder Geldgürtel!
  5. Halten Sie Hand- und Umhängetaschen stets geschlossen und tragen Sie diese auf der Körpervorderseite!
  6. Zeigen Sie nie, wie viel Geld Sie mit sich führen!
  7. Lassen Sie Ihre Handtasche oder Wertsachen niemals unbeaufsichtigt stehen!
  8. Wenn Sie z. B. in ein Strandcafé oder Restaurant einkehren, lassen Sie nie Ihr Handy oder Portemonnaie unbeaufsichtigt auf dem Tisch liegen!
  9. Tauschen Sie andere Währungen nur in Geldinstituten!
  10. Bewahren Sie keine Wertgegenstände/Bargeld im Rucksack auf!
  11. Bei Bezahlung mit der Kreditkarte achten Sie darauf, dass Sie Ihre eigene Kreditkarte zurückbekommen!

Am Flughafen/ Bus/ Bahn

  1. Lassen Sie Ihr Gepäck niemals aus den Augen!
  2. Bewahren Sie Bargeld, Kreditkarten, Handys und Dokumente, möglichst am Körper verteilt auf, z. B. im Brustbeutel, Gürteltasche oder verschließbaren Innentaschen Ihrer Jacke.
  3. Wenn Sie während des Fluges bzw. der Bahn- oder Busfahrt Ihren Platz kurz verlassen müssen, bitten Sie eine vertrauenswürdige Person, auf Ihr Gepäck aufzupassen!
  4. Bahnreisende sollten darauf achten, dass Sie Handtaschen nicht an Abteiltüren bzw. Wagendurchgängen aufhängen.

3. Kfz-Diebstahl/Einbruch 

Verhaltenstipps beim Verlassen/Abstellen eines Fahrzeuges

Durch richtiges Verhalten beim Verlassen und Abstellen des Fahrzeuges sowie durch Wachsamkeit in der Nachbarschaft kann jeder Frankfurter Bürger einen wichtigen Beitrag leisten, Tatgelegenheiten zu erschweren und eine Abschreckungswirkung zu induzieren.

Verhaltenshinweise

  • Parken Sie Ihr Fahrzeug bevorzugt in der Garage oder an einem gut beleuchteten und belebten Platz, auch dann, wenn dies ein wenig mehr Aufwand bedeutet.
  • Schließen Sie stets alle Fenster, das Schiebedach, den Kofferraum sowie den Tankdeckel!
  • Rasten Sie immer das Lenkradschloss ein!
  • Lassen Sie niemals, auch nicht für einen kurzen Augenblick, den Zündschlüssel stecken!
  • Ein unabgeschlossenes Fahrzeug ist eine Einladung für Diebe. Schließen Sie deshalb Ihr Fahrzeug stets sorgfältig ab! Dies gilt auch, wenn Sie Ihr Fahrzeug nur kurz verlassen oder auf Ihrem Privatgrundstück abstellen!
  • Wenn Sie Ihr Fahrzeug mit einer Funkfernbedienung verschließen, sollten Sie im Anschluss prüfen, ob das Auto tatsächlich verschlossen ist. Warum? Ein Funkblocker kann das Funksignal Ihrer Fernbedienung stören.
  • Achten Sie darauf, dass Sie keine Wertgegenstände, Fahrzeugpapiere, mobile Navigationsgeräte und deren Halterung, Hinweise zur Wohnungsanschrift, Hausschlüssel, Handtasche, Handy sowie keinen Ersatzschlüssel im Fahrzeug zurücklassen!
  • Nutzen Sie kontinuierlich alle Sicherungsvorrichtungen Ihres Fahrzeuges!

Zeigen Sie ein gesundes Misstrauen gegenüber Fremden in Ihrem Wohngebiet z. B., wenn Ihr Fahrzeug oder das vom Nachbarn von Fremden fotografiert bzw. begutachtet wird. Notieren Sie sich nach Möglichkeit das Kennzeichen verdächtiger Autos, die mehrmals langsam durchs Wohngebiet fahren.

Wenn Ihnen eine Verhaltensweise verdächtig vorkommt, informieren Sie umgehend die Polizei über den Notruf 110.

Lassen Sie sich von Ihrem guten Menschenverstand leiten, denn Sicherheit beginnt bei Ihrem eigenen Verhalten.

Mechanische- u. elektronische Kfz-Sicherungen

Das A und O für einen wirkungsvollen Diebstahlschutz aus/von Kraftfahrzeugen ist eine Kombination aus mechanischen und elektronischen Sicherungen.

Mechanische Kraftfahrzeugsicherungen

- Mechanische Wegfahrsperren

  • Lenkradkralle  → erschwert das Drehen des Lenkrades (gut sichtbare Diebstahlsicherung)
  • Felgenschloss → Radsicherungsschrauben erschweren das Abmontieren der Räder
  • Gangschaltungssperre → blockiert den Schalthebel
  • Radkralle → massiver Stahlbügel blockiert das Vorderrad
  • Lenksäulensperre → blockiert die Lenkung an der Lenksäule

- Zusatzschlösser für Türen und Kofferraum (Bolzenriegelschloss)

Elektronische Kraftfahrzeugsicherungen

  • Elektronische Wegfahrsperre
  • Diebstahlwarnanlage
  • Kfz- Ortungssysteme

Vergessen Sie nicht, die Gegenstände in/auf Dachgepäckträgern zu sichern. Alle Befestigungspunkte müssen mit einem Sicherheitsschloss ausgerüstet sein!

14.02.2017