August-Bebel-Straße

Postleitzahl: 15230,15234

Straßenschlüssel: 00028
August-Bebel-Straße

Inkraft getreten: 1948

Postleitzahl:

  • 15230
  • 15234

Stadtgebiet:

  • 41 - Nuhnen Vorstadt

Ehemalige Straßennamen:

  • Fürstenwalder Straße, 1846-1902
  • Fürstenwalder Steinweg, 1902-1920
  • Hindenburgstraße, 1920-1948

Erläuterung aktueller Straßenname:

Ferdinand August Bebel wurde am 22.Februar 1840 in Deutz bei Köln geboren. Er war ein deutscher Politiker, Arbeiterführer und Publizist. Er gilt als einer der Begründer und herausragende Persönlichkeit der deutschen Sozialdemokratie. Bebel trat als einflussreicher Parlamentarierin während des Deutschen Kaiserreichs auf. Er war ebenfalls als bedeutender Autor populär. Seine politische Tätigkeit begann im liberal-demokratischen Vereinswesen von Arbeitern und Handwerkern. Später wandte er sich dem Marxismus zu. Gemeinsam mit Wilhelm Liebknecht gründete August Bebel 1869 die Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP), die sich 1875 mit dem Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV) zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAP) zusammenschloss. Nach Aufhebung der Sozialistengesetzte benannte diese sich in Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) um. Er war von 1867 bis 1871 Mitglied bis 1913 mit zweijähriger Unterbrechung Mitglied des Deutschen Reichstags) 3 bis zu seinem Tod Mitglied des Reichstags des Norddeutschen Bundes bzw. des Deutschen Kaiserreichs für die Sozialdemokratie. Ab 1892 war er neben Paul Singer, später Hugo Haase bis zu seinem Tod einer der beiden SPD-Vorsitzenden. August Bebel sprach am 22.03.1898 auf einer Versammlung vor etwa 1200 Personen im Lokal ,,Eldorado“ in Frankfurt an der Oder. Er verstarb am 13.August 1913 im schweizerischen Passugg.

Geschichtliche Entwicklung:

In der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts dehnte sich Frankfurt (Oder) immer weiter in Richtung Westen auf. Nachdem die sogenannte ,,Obere Stadt" rund um den ,,Neuen Friedhof" (später ,,Alter Friedhof", danach ,,Kleistpark") bebaut worde war, folgte das Gebiet westlich der ,,Wriezener Bahn" entlang der alten Verbindungsstraße ins rund 30 Kilometer entfernte Fürstenwalde. Dieses Gebiet war überwiegend landwirtschaftlich genutz, teilweise auch zum Tonabbau für die Ziegelproduktion. Zunächst begann der Militärfiskus mit der Errichtung von Kasernenanlagen. So entstand von 1878 bis 1881 die Kaserne des Grenadierregiments ,,Prinz Carl von Preußen" (Gelbe Kaserne. 1888 folgte die Artilleriekaserne (Rote Kaserne), 1898 kam der Straßenbahnanschluss. Seit 1846 wurde diese Straße zur Fürstenwalder Straße gezählt. Ab 1902 nannte man die Straße ,,Fürstenwalder Steinweg". 1920 erfolgte die Umbenennung in Hindenburgstraße. In den 1920er- und 1930er-Jahren war das Gebiet durch rege Bautätigkeit gekennzeichnet. Es entstanden die Paulinenhofsiedlung, die Hindenburgschule und viele Genossenschaftsbauten mit ansprechender Architektur. Im II. Weltkrieg blieb das Gebiet im Unterschied zu anderen Stadtteilen weitgehend unzerstört. 1948 erhielt die Straße den Namen ,,August-Bebel-Straße".

Karte: