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Der Runde Tisch "Zukunfts- und Bildungschancen für Kinder - Aktiv gegen Kinderarmut Frankfurt (Oder)"

Der Runde Tisch „Zukunfts- und Bildungschancen für Kinder – Aktiv gegen Kinderarmut in der Stadt Frankfurt (Oder)“ ist ein Aktionsbündnis vieler zivilgesellschaftlicher Akteure. Im Oktober 2018 wurde dieser Prozess durch den Oberbürgermeister René Wilke initiiert. Der Runde Tisch setzt sich aus Fachkräften bestehender Strukturen der lokalen freien Trägerschaft, von Einrichtungen und Institutionen der Stadt, Mitarbeitern der Verwaltung sowie der kommunalen Kinderbeauftragten zusammen. Es konnten bereits zwei Treffen aller am Runden Tisch beteiligten Akteure (05.11.2018 und 14.08.2019) durchgeführt werden.

Ziel des Runden Tisches „Zukunfts- und Bildungschancen für Kinder – Aktiv gegen Kinderarmut in der Stadt Frankfurt (Oder)“:             

Entwicklung einer stadtgesellschaftlichen Übereinkunft der erwachsenen Menschen zur Sicherung und Stärkung von Zukunfts- und Bildungschancen der Kinder unserer Stadt.

Im Sinne einer gesamtstädtischen Präventions- und Unterstützungsstrategie von Familien soll hierfür unterstützend ein Handlungs- und Maßnahmenplan entwickelt werden, um

  • Kinder und ihre Familien zu stärken
  • Ausgrenzung zu verhindern und
  • nachhaltige Strukturen zu schaffen.

Zur Bearbeitung der einzelnen Schwerpunktthemen haben sich aus dem Runden Tisch fünf Unter-Arbeitsgruppen gebildet. Die Unter-Arbeitsgemeinschaften des Runden Tisches setzen sich aus Entsandten einzelner themen-relevanter Gremien dieser Stadt und Verwaltungsmitarbeitenden zusammen und tagen in regelmäßigen Abständen.

  • Die Unter-Arbeitsgruppe Monitoring ist mit dem Aufbau eines gesamtstädtischen Monitorings betraut.
  • Die Unter-Arbeitsgruppe Bildungschancen 2023 benennt den Ausbau von Elternberatung/-bildung und Elternbeteiligung; der Entwicklung von Wegen nachhaltiger Fachkräftequalifizierung sowie die Verknüpfung  bestehender Helferstrukturen als entscheidende Elemente zur Stärkung von Familien.
  • Die Unter-Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit/Sensibilisierung hat sich zum Ziel gesetzt den Bekanntheitsgrad der städtischen Angebote zu erhöhen und die Stadtbevölkerung zum Thema der „Kinder- und Familienarmut“ zu sensibilisieren.
  • Die Unter-Arbeitsgruppe Zugänge zu Angeboten hat sich zum Ziel gesetzt bestehende Angebotszugänge zu analysieren sowie Wege zur Inanspruchnahme zu qualifizieren. Hierfür startet am 25.01.2019 eine Online-Umfrage von Eltern. Diese wird ergänzt mit weiteren Befragungen, wie bspw. Interviews von Familien. Durch die Teilnahme an den Befragungen können Sie uns wertvolle Hinweise zur Verbesserung familienbezogener Angebote geben und zu einer familienfreundlicheren Stadt beitragen.
  • Die Unter-Arbeitsgruppe Frankfurter Kindercharta erarbeitete eine Leitidee für die Stadtgesellschaft. Die Frankfurter Kindercharta stellt die Grundlage für eine dauerhafte „Bewegung“ im Bemühen um Achtung, Beachtung und Umsetzung der Rechte der Kinder unserer Stadt dar. Auf dem Weg hin zu einer familienfreundlicheren Stadt  werden kinderfreundliche Einrichtungen und Institutionen durch die "Frankfurter Kindercharta" zertifiziert. Dieses "Frankfurter Kinder-Grundgesetz" wurde auf dem 17. Jugendhilfetag am 07.11.2019 einer breiten Fachöffentlichkeit präsentiert und mit dieser diskutiert. Am 5.1.2020 stellt der Oberbürgermeister diese erstmals der Stadtgesellschaft auf dem Neujahrsempfang vor.

Ausgabe der Frankfurter Kindercharta:

Mit Ihrer freiwilligen Unterstützung der Frankfurter Kindercharta erklären Sie sich bereit, die Inhalte der Frankfurter Kindercharta anzuerkennen und entsprechend umzusetzen. Folgende Punkte gehören dazu:

  • Die Kindercharta ist gut sichtbar für Kinder und Erwachsene anzubringen.
  • Die Artikel sollen in das institutionelle Leben aufgenommen werden und beispielsweise in Konzeptionen, Satzungen oder auch in Leitfäden wiederzufinden sein.
  • Der Prozess der Einbindung der Kindercharta wird sichergestellt durch:

         a. die aktive Beteiligung an der Weiterentwicklung von Maßnahmen zur Umsetzung der Kindercharta

         b. die Teilnahme an einem Reflexionstreffen im Jahr mit anderen Institutionen und den
             verantwortlichen Mitarbeitenden der Verwaltung sowie der ehrenamtlichen Kinderbeauftragten.

Die Frankfurter Kindercharta

Unser Frankfurter Kinder-Grundgesetz

Frankfurt (Oder) ist eine großartige Stadt, genauso wie ihre Menschen.
Sie liegt an der Oder, einem Fluss, der zwischen der polnischen Stadt Słubice und der deutschen Stadt Frankfurt (Oder) in Richtung Ostsee fließt.
Frankfurt (Oder) ist daher eine Grenzstadt – eine europäische Doppelstadt. Die Geschichte der Stadt ist interessant und wechselhaft und sie reicht zurück bis in die Mitte des 13. Jahrhunderts.
Frankfurt (Oder) hat auch einige Herausforderungen zu bewältigen. Uns ist es wichtig, dass es unserer Stadt in den kommenden Jahren und Jahrzehnten immer besser geht. Dafür müssen wir, die Erwachsenen, das uns Bestmögliche tun, damit unsere Kinder zu willensstarken und mutigen, toleranten und verantwortungsbewussten Persönlichkeiten heranwachsen.

Denn:

Ein Kind, das wir ermutigen, lernt Selbstvertrauen.
Ein Kind, dem wir mit Toleranz begegnen, lernt Offenheit.
Ein Kind, das Aufrichtigkeit erlebt, lernt Achtung.
Ein Kind, dem wir Zuneigung schenken, lernt Freundschaft.
Ein Kind, dem wir Geborgenheit geben, lernt Vertrauen.
Ein Kind, das geliebt und umarmt wird, lernt, zu lieben und zu umarmen und die Liebe dieser Welt zu empfangen. (Quelle: unbekannt)

Unser Frankfurter Kinder-Grundgesetz – die Frankfurter Kindercharta – nimmt sich die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen zum Vorbild.
Die Frankfurter Kindercharta ist ein Versprechen der erwachsenen Menschen der Stadt Frankfurt (Oder) an Kinder und Jugendliche.

Artikel 1      Alle Kinder sind wertvoll

Jedes Kind ist wertvoll.  Wir, die Erwachsenen, sorgen dafür, dass jedem Kind die gleichen Rechte zugestanden werden, ganz gleich, was das Kind gut kann, welchen Geschlechts es ist, in welchem Land der Erde es geboren ist, welche Sprache es spricht, welche Hautfarbe es hat und woran das Kind glaubt.

Artikel 2      Alle Kinder haben das Recht auf Liebe und Fürsorge

Wir, die Erwachsenen, sorgen dafür, dass Eltern und alle diejenigen Menschen, die Kinder großziehen, in dieser großen Aufgabe unterstützt werden. Kinder sollen immer die Möglichkeit haben, gemeinsame Zeit mit ihren Eltern zu verbringen, auch dann, wenn sie nicht zusammenleben. Wenn Erwachsene ihre Verantwortung den Kindern gegenüber nicht wahrnehmen oder ihnen Leid zufügen, werden Kinder von anderen Erwachsenen geschützt.

Artikel 3      Alle Kinder haben das Recht auf Förderung und Teilhabe

Wir, die Erwachsenen, sorgen dafür, dass jedes Kind ein gutes Leben hat. Kinder werden aufgrund individueller Besonderheiten nicht ausgegrenzt. Vielfalt ist ein Gewinn für unser Zusammenleben. Wir Erwachsenen leben dieses Miteinander unseren Kindern vor und unterstützen sie dabei, vorhandene Hürden zu meistern.

Artikel 4       Alle Kinder haben das Recht auf Bildung

Wir, die Erwachsenen, sorgen dafür, dass jedes Kind eine Kindertageseinrichtung und eine Schule besuchen kann, um lernend zu spielen und spielend zu lernen. Die Talente und Fähigkeiten der Kinder sollen entdeckt und gefördert werden. Besonders wichtig ist dabei, dass ihnen Lernen Freude bereitet sowie dass sie ohne Ängste viele positive Erfahrungen in der Gemeinschaft sammeln können.

Artikel 5       Alle Kinder haben das Recht auf Freizeit, Spielen und Erholung

Wir, die Erwachsenen, sorgen dafür, dass jedes Kind ausreichend freie Zeit zur Verfügung hat, um spielen zu können, sich zu erholen und seine Interessen zu entdecken. Kinder sind gern gesehen in unserer Stadt, auf den öffentlichen Plätzen und in Einrichtungen. Wir sorgen für Orte zum Spielen und zur Begegnung.

Artikel 6       Alle Kinder haben das Recht auf Beteiligung und Mitbestimmung

Wir, die Erwachsenen, sorgen dafür, dass Kinder ihre Meinung sagen können. Sie bestimmen mit und sind einladend anzusprechen, zu informieren und zu beteiligen.

Die Stadt Frankfurt (Oder) hat eine Kinderbeauftragte oder einen Kinderbeauftragten. Diese Person ist eine wichtige Mittlerin zwischen der Welt der Erwachsenen und der Welt der Kinder und hat den Auftrag, die Meinungen, Erfahrungen, Vorschläge und Wünsche von Kindern für das Zusammenleben in unserer Stadt einfließen zu lassen.

Informationen zur Eltern-Online-Umfrage im »Jahr des Kindes«

Im Zeitraum vom 25.01. – 21.02.2019 sind alle Eltern der Stadt Frankfurt (Oder) herzlich eingeladen zum Thema "Zugänge von Angeboten in der Stadt Frankfurt (Oder)" an einer Befragung teilzunehmen. Die Befragung dauert je nach Ausfüll-Geschwindigkeit ca. 10-15 Minuten.

Zweck und Ziel

Mithilfe der Online-Befragung sollen unter dem Motto: „Familien sind gefragt“ Nutzungsverhalten und -gründe von familienrelevanten Angeboten in Frankfurt (Oder) erfragt werden, um Zugangswege zu Angeboten in Frankfurt (Oder) aus der Sicht von Eltern überprüften zu können. Mithilfe der ausgewerteten Antworten sollen Zugangswege zu bestehenden Angeboten verbessert sowie Hinweise zur Ausrichtung der bzw. neuer Angebote ergründet werden. Bspw. kann herausgefunden werden, wo Angebote fehlen.

Hintergrund

Diese Befragung wird im Rahmen des gesamtstädtischen Prozesses Runder Tisch „Zukunfts- und Bildungschancen für Kinder – Aktiv gegen Kinderarmut in der Stadt Frankfurt (Oder)“ durchgeführt. Unterschiedliche Akteure aus freier Trägerschaft und Verwaltung haben sich auf Einladung des Oberbürgermeisters René Wilke zu einer großen Arbeitsgemeinschaft zusammengefunden, um Zukunfts- und Bildungschancen von Kindern zu fördern und zu sichern.

 

Der Runde Tisch „Zukunfts- und Bildungschancen – Aktiv gegen Kinderarmut in der Stadt Frankfurt (Oder)“

  • ist ein gesamtstädtisches Aktionsbündnis vieler zivilgesellschaftlicher Akteure.
  • wurde durch den Oberbürgermeister René Wilke im Oktober 2018 in das Leben gerufen.
  • zielt auf eine stadtgesellschaftliche Übereinkunft der erwachsenen Menschen, um Zukunfts- und Bildungschancen von Kindern unserer Stadt zu sichern und zu stärken. Zur Unterstützung wird ein Handlungs- und Maßnahmenplan im Sinne einer gesamtstädtischen Präventions- und Unterstützungsstrategie für Familien entwickelt.

Präsentation der Ergebnisse

Die Ergebnisse der Befragung sollen zum dritten Treffen des Runden Tisches „Zukunfts- und Bildungschancen – Aktiv gegen Kinderarmut in der Stadt Frankfurt (Oder)“ im April 2020 präsentiert werden und in die Erarbeitung eines Handlungs- und Maßnahmenplans im Rahmen dieses Prozesses einfließen.

Die Teilnahme an dieser Umfrage ist freiwillig und die Befragung anonym.