Beeskower Straße

Postleitzahl: 15232,15234,15236

Straßenschlüssel: 00043
Beeskower Straße

Inkraft getreten: 1871

Postleitzahl:

  • 15232
  • 15234
  • 15236

Stadtgebiet:

  • 21 - Altberesinchen

Ehemalige Straßennamen:

Erläuterung aktueller Straßenname:

Beeskow ist die Kreisstadt des Landkreises Oder-Spree. Es liegt am Ostrand der Beeskower Platte an der Spree, circa 80 km südöstlich von Berlin und etwa 30km südwestlich von Frankfurt(Oder). Beeskow nennt man auch das Tor zur Niederlausitz. Beeskow entstand an der Stelle, wo der Handelsstraße von Frankfurt (Oder) nach Leipzig die Spree kreuzt. Die Stadt wurde von Rittern von Strele im 13.Jahrhundert gegründet. Zum Schutz der Stadt wurde die 1316 erstmals erwähnte Burg erbaut. Im Mittelalter wechselten die Herren über die Stadt ständig.1556 belehnte der böhmische König Ferdinand I. die Markgrafen von Brandenburg mit der Herrschaft Beeskow. Offiziell blieb Beeskow böhmisch und Bestandteil der Niederlausitz. Den Hohenzollern gelang in den folgenden Jahrzehnten immer besser, ihre neu gewonnene Herrschaft an die Mark Brandenburg zu binden, was um 1600 dazu führte, dass Beeskow ein Teil Brandenburgs wurde. Endgültig gelang es Friedrich II. die Herrschaften aus der Lehnsherrschaft des Kaisertums Österreich zu lösen. Beeskow wurde Garnisonstadt und erlebte durch Tuch- und Leinenweberei und Bierherstellung bis ins 19. Jahrhundert wirtschaftliche Blüte. 1888 erhielt die Stadt Eisenbahnanschluss, zunächst über Grunow nach Frankfurt, später nach Königs Wusterhausen, Lübben und Fürstenwalde. Im April 1945 wurde die Stadt durch Fliegerangriff und Artilleriebeschuss teilweise zerstört. Beeskow war von 1836 bis 1950 Sitz des Landkreises Beeskow-Storkow. Von 1952 bis 1993 war Beeskow Kreisstadt des gleichnamigen Kreises im DDR-Bezirk Frankfurt(Oder), 1990–1993 im Land Brandenburg. Derzeit ist Beeskow Kreishauptstadt des brandengurgischen Landkreises Oder-Spree und hat 8122 Einwohner(2022).

Geschichtliche Entwicklung:

Beresinchen ist eine alte Flurbezeichnung für eine Hochfläche, südwestlich der Altstadt von Frankfurt(Oder) gelegen. Der Name stammt aus dem Slawischen und bedeutet mit hoher Wahrscheinlichkeit ,,Birkenwäldchen" Auf der Fläche befanden sich Felder, Gärten, in früherer Zeit auch Weinberge Frankfurter Bürger. Auch ein Gehöft oder Vorwerk, das vermutlich auch Beresinchen hieß, ist bezeugt. 1842 erhielt Frankfurt(Oder) Eisenbahnanschluss. Für die Eisenbahner und von der Bahn abhängige Handwerker entstand seitdem ein neuer Stadtteil, die Bahnhofsvorstadt, für die sich alsbald der Name Beresinchen einbürgerte. Eine Straße am westlichen Zipfel Beresinchens, die parallel am Bahngelände von der Leipziger zur Markendorfer Straße führt erhielt 1871 den Name Beeskower Straße.

Karte: