Bischofstraße
Postleitzahl: 15230
Straßenschlüssel: 00171
Bischofstraße
Inkraft getreten: 1992
Postleitzahl:
- 15230
Stadtgebiet:
- 11 - Stadtmitte
Ehemalige Straßennamen:
- Julian-Marchlewski-Straße, 1953-1992
- Am Ringe, 1567-1846
Erläuterung aktueller Straßenname:
Frankfurt(Oder) lag kirchenpolitisch seit seiner Gründung 1253 bis zu dessen Auflösung 1598 im Bistum Lebus. Sitz war zunächst Lebus, von 1276 bis 1325 Göritz(heute Górzyca, Republik Polen.) Um 1350 war der Umzug des Bistums nach Frankfurt(Oder)geplant, was am Unwillen der Frankfurter Bürger und des Brandenburger Kurfürsten scheiterte. Jedoch besaßen die Lebuser Bischöfe in Frankfurt(Oder) das Bischofshaus als Stadtresidenz. Dieses lag nahe der heutigen Bischofstraße. 1354 bis 1373 war der Sitz des Bischofs wieder Lebus. Im Krieg der Adelshäuser Luxemburg und Wittelsbach um die Brandenburger Kurfürstenwürde wurde 1373 die Lebuser Kathedrale durch Truppen Kaiser Karls IV. zerstört. Von 1373 bis 1598 wurde Fürstenwalde Bischofsitz und die dortige Marienkirche als Domkirche geweiht. Der Lebuser Bischof Dietrich von Bülow (1460-1523) wurde 1506 erster Kanzler der Brandenburgischen Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder.
Geschichtliche Entwicklung:
Der Straßenname Bischofstraße bzw. -gasse taucht erstmals 1567 auf. Er bezeichnet die Straße, die in Verlängerung der Südseite des Marktplatzes von der (Großen) Oderstraße zur Stadtmauer vor der Oder führte. Dort befand sich eine Pforte in der Mauer. Zur gleichen Zeit war die Südseite des Marktplatzes Teil der Straße ,,Am Ringe". Spätestens ab 1846 wurde auch dieser Teil als Bischofstraße bezeichnet. Die gesamte Bischofstraße wurde 1953 in Julian-Marchlewski-Straße umbenannt. Das Rathaus erhielt diese ebenfalls als Postalische Adresse. 1992 erfolgte die Rückbenennung in Bischofstraße. Das Rathaus wurde 1996 wurde dem Marktplatz zugeordnet.