Bromberger Ring
Straßenschlüssel:
Bromberger Ring
Inkraft getreten: 1923, Außerkraft getreten: 1952
Ehemalige Straßennamen:
Erläuterung aktueller Straßenname:
Bromberger Ring: Bydgoszcz, deutsch Bromberg ist eine kreisfreie Stadt mit 344.091 Einwohnern (Dezember 2020). Sie gehört zur historischen Landschaft Kujawien. Die Stadt liegt am Fluss Brda (Brahe) und mündet hier in die untere Weichsel. Der Stadtname wird auf einen Personennamen zurückgeführt. Die Deutsche Bezeichnung stammt vom Fluss ,,Brahe“. Die erste Siedlung aus dem 11. Jahrhundert wurde 1238 vom Herzog von Pomerellen erobert. 1332 eroberte der Deutsche Orden die Stadt und besetzte sie für elf Jahre.1346 erhielt der Ort Magdeburger Stadtrecht. Im 16. Jahrhundert war Bromberg eine der größten Städte Polens. Im Dritten Nordischen Krieg wurde B. von den Schweden zerstört und die Einwohnerzahl sank auf 700. Nach der ersten polnischen Teilung gehörte die Stadt ab 1772 zur preußischen Provinz Westpreußen. Während des Kościuszko-Aufstands 1794 fand hier eine wichtige Schlacht statt. Napoleon schlug Bromberg 1807 dem Herzogtum Warschau zu. 1825 gelangte Bromberg wieder an Preußen (Provinz Posen). Die Stadt erfuhr durch Bau des Bromberger Kanals und der Ostbahn großen wirtschaftlichen Aufschwung. Nach der deutschen Niederlage im I.Weltkrieg kam Bromberg per Versailler Vertrag 1920 an Polen. 1939 wurde B. von der deutschen Wehrmacht besetzt und Teil des Reichsgaus Danzig-Westpreußen. Die Stadt war Schauplatz schwerer Kriegsverbrechen an der polnischen Bevölkerung. Am 27. Januar 1945 wurde die Stadt durch die Polnische Volksarmee und die Rote Armee befreit. In der polnischen Volksrepublik war Bydgosz Wojewodschaftshauptstadt und ist es bis heute.
Geschichtliche Entwicklung:
Nach dem verlorenen I.Weltkrieg, gingen weite Teile der preußischen Provinzen Westpreußen, Posen und Oberschlesien an die neu entstandene Republik Polen bzw. die Freie Stadt Danzig. Weite Gebiete der Eisenbahndirektionen Posen, Danzig und Bromberg kamen an diese beiden Staaten. Der bei Deutschland verbliebene Rest wurde 1920 zur Reichsbahndirektion Osten zusammengefasst, die 1923 ihren Sitz in Frankfurt nahm. Das bedeutete für zahlreiche Angestellte nach Frankfurt zu ziehen, wo nun Wohnungen benötigt wurden.. Dafür stellte die Stadt Frankfurt an der Oder auf dem Gelände des einstigen Gutes Paulinenhof große Flächen Bauland zur Verfügung. Der Architekt Martin Kießling wurde mit dm Bau beauftragt und schuf eine gartenstadtähnliche Siedlung. Deren Straßen benannte man nach den früheren Heimatorten der neuen Bewohner. So auch den Bromberger Ring, der seinen Namen 1923 erhielt. Die nach dem zweiten Weltkrieg an die Macht gekommenen Kommunisten wollten die Erinnerung an die einst deutschen Städte tilgen. Die Straßen wurde meist nach bekannten Komponisten umbenannt, wie in diesem Fall 1948 nach dem Komponisten Franz Liszt.