Bruno-Leuschner-Straße
Straßenschlüssel: 07030
Bruno-Leuschner-Straße
Inkraft getreten: 1982, Außerkraft getreten: 1991
Ehemalige Straßennamen:
Erläuterung aktueller Straßenname:
Bruno Max Leuschner wurde am 12.August 1910 in Rixdorf (jetzt Berlin-Neukölln) geboren. Er war Mitglied des Politbüros des ZK der SED und Vorsitzender der Staatlichen Plankommission der DDR. Sein Vater war Schuhmachers. Leuschner absolvierte eine Lehre zum Industriekaufmann und arbeitete später u.a. als Expedient, Verkäufer und Mitarbeiter einer Exportabteilung. Er trat 1931 der KPD bei und war ab 1933 dort in verschiedenen Funktionen tätig. 1936 wurde Leuschner verhaftet und 1937 zu sechs Jahren Zuchthaus wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ verurteilt. Leuschner saß die Strafe in den Zuchthäusern Brandenburg-Görden und Sonnenburg ab. Danach war er bis 1945 in den KZ Sachsenhausen und Mauthausen interniert. In der sowjetischen Besatzungszone arbeitete Leuschner am Aufbau der Wirtschaftsabteilung der KPD mit. 1947 wurde er Leiter der Abteilung Wirtschaft und Finanzen der SED, danach Leiter der Abteilung für Wirtschaftsfragen und war ab 1948 zuständig für Planung. 1952 bis 1961 war Leuschner Chef der staatlichen Plankommission der DDR und von 1950 bis 1965 Mitglied des ZK der SED, später auch des Politbüros und des nationalen Verteidigungsrates. Gleichzeitig war er stellvertretender Vorsitzender des Ministerrates, Bruno Leuschner verstarb am 10.Februar 1965 in Berlin.
Geschichtliche Entwicklung:
Der Stadtteil Neuberesinchen entstand seit 1977 auf einer Fläche, die im Norden von der Großen Müllroser Straße, im Westen vom Gelände des Lutherstifts und des Hauptfriedhofs, im Süden von der Eisenbahnlinie nach Grunow und im Osten von der Eisenbahnlinie nach Guben begrenzt wird. Dort fanden sich bis dato Felder, Gärten und eine lockere Eigenheimbebauung. Westlich der ehemalige Baumschule Heinrich Jungclaussen entstand ab den frühen 1980er-Jahren der vierte und größe Wohnkomplex Neuberesinchens. Eine Stichstraße im Westteil des IV. Wohnkomplexes erhielt 1982 den Namen ,,Bruno-Leuschner-Straße". Diese wurde 1991 in ,,Gustav-Adolf-Straße" umbenannt.