Carlstraße

Straßenschlüssel:
Carlstraße

Inkraft getreten: 1876, Außerkraft getreten: 1953

Ehemalige Straßennamen:

Erläuterung aktueller Straßenname:

Prinz Friedrich Carl Alexander von Preußen wurde am 29.Juni 1801 im Schloss Charlottenburg geboren. Er war der dritte Sohn von König Friedrich Wilhelm III und Königin Luise. Er war ein preußischer General. Seine Geschwister waren (König) Friedrich Wilhelm IV.; (König und Kaiser) Wilhelm I.; Prinzessin Charlotte (Zarin Alexandra Fjodorowna), Prinzessin Alexandrine, Prinzessin Luise und Prinz Albrecht. Carl trat 1811 in die Armee im Rang eines Sekondeleutnants im Garderegiment ein. 1819 wurde er stimmfähiges Mitglied des Preußischen Staatsrats. 1820 begann Carls aktive Militärlaufbahn als Major des 1. Garderegiments zu Fuß. Im Rang eines Obersts übernahm er 1822 das 12.Infanterieregiment (Frankfurt an der Oder) und das kaiserlich russische (!) Infanterieregiment Liebau. Zügig stieg er in den militärischen Rängen nach oben. Nach dem Tod des Vaters 1840 und der Krönung seines Bruders zum preußischen König, wurde Carl 1844 General der Infanterie und 1848 Inspekteur der 2. Armee-Abteilung. 1854 stieg er zum Generalfeldzeugmeister und Chef der preußischen Artillerie auf. Daneben erfüllte er politische und repräsentative Aufgaben als Mitglied des Staatsrates und war mehrfach in diplomatischer Mission für Friedrich Wilhelm IV. im Ausland. Von 1864 bis 1866 wirkte Carl als Gouverneur von Mainz. Prinz Carl von Preußen starb am 21. Januar 1883 in Berlin.

Geschichtliche Entwicklung:

Beresinchen ist eine alte Flurbezeichnung für eine Hochfläche, südwestlich der Altstadt von Frankfurt(Oder) gelegen. Der Name stammt aus dem Slawischen und bedeutet mit hoher Wahrscheinlichkeit ,,Birkenwäldchen". Auf der Fläche befanden sich Felder, Gärten, in früherer Zeit auch Weinberge, Frankfurter Bürger. Auch ein Gehöft oder Vorwerk, das vermutlich auch Beresinchen hieß, ist bezeugt. 1842 erhielt Frankfurt(Oder) Eisenbahnanschluss. Für die Eisenbahner und von der Bahn abhängige Handwerker entstand seitdem ein neuer Stadtteil, die Bahnhofsvorstadt, für die sich alsbald der Name Beresinchen einbürgerte. Eine der ersten Straßen dort trug 1867 den Namen Pflaumenbaumallee. 1876 benannte man diese in Carlstraße um. Seit 1953 lautet der Name Fürstenberger Straße.