Damaschkeweg

Postleitzahl: 15234,15236

Straßenschlüssel: 00075
Damaschkeweg

Inkraft getreten: 1948

Postleitzahl:

  • 15234
  • 15236

Stadtgebiet:

  • 51 - Winzerviertel
  • 52 - Kosmonautenviertel

Ehemalige Straßennamen:

  • Julius-Schreck-Straße, 1941-1948
  • Nuhnenstraße, 1938-2008

Erläuterung aktueller Straßenname:

Adolf Damaschke wurde am 24.November 1865 in Berlin geboren und verstarb am 30.Juli 1935 ebenda. Er ließ sich 1883 zum Volkschullehrer ausbilden. Seine soziale Einstellung brachte ihn in Konflikt mit Vorgesetzten und er gab seine Stellung auf, arbeitete als Schriftsteller und Journalist. In der Folge kam er mit Lebens-, Boden- und Sozialreformerischen Ideen in Kontakt, um deren Weiterverbreitung er sich stets bemühte. Dies geschah stets im Einklang mit seinem christlichen Glauben. Seine Ideen versuchte Damaschke in die Praxis umzusetzen. Dafür war die von ihm in Frankfurt (Oder) mitbegründete Siedlungsgesellschaft und Mietergenossenschaft mit ihren Bauten im Damaschkeweg, Am Weiher, Im Winkel und im Langen Grund beredtes Beispiel. Seine Ideen hielt er u.a. in seinen Hauptwerken, wie ,,Die Bodenreform“ (1902), oder ,,Geschichte der Nationalökönomie“ (1905) schriftlich fest.

Geschichtliche Entwicklung:

Weite Teile Frankfurts, insbesondere des Westteils stehen auf Tonvorkommen, die schon seit sehr vielen Jahren ausgebeutet wurden und die Grundlage für eine florierende Ziegeleiindustrie in Frankfurt(Oder) waren. Ein Schwerpunkt war das Gebiet links und rechts der Eisenbahnstrecke nach Berlin. Südlich der Bahnlinie war die Gruben spätestens in den 1920er-Jahren erschöpft. Sie füllten sich mit Grund- und Schichtenwasser und bildeten eine reizvolle Teichkette. In Verlängerung der Straße ,,Gelbe Presse" entstand eine Verbindungsstraße die teilweise nach den Ideen des Sozialreformers Adolf Damaschke bebaut wurde. Reihenhausbebauung nach den Ideen von Adolf Damaschke, dessen Namen die Straße 1922 erhielt. 1941 erfolgte die Umbenennung in Julius-Schreck-Straße. 1948 erhielt diese Straße den alten Namen zurück. ca. 1980 wurde die Nuhnenstraße neu trassiert und der Damaschkewg ca. 100 Meter dorthin verlängert. 2008 wurden die Reststücken des alten Verlaufs der Nuhnenstraße zwischen Kopernikusstraße und ehemaligen Bahnübergang, sowie die Zufahrt zur Gartensparte,,Pferdekoppel" dem Damachkeweg zugeschlagen.

Karte: