Elisabethstraße

Straßenschlüssel:
Elisabethstraße

Inkraft getreten: 1927, Außerkraft getreten: 1948

Ehemalige Straßennamen:

Erläuterung aktueller Straßenname:

Diese Straße wurde nach Elisabeth Trautmann benannt: ,,für deren regen Anteil an der Verlegung der Reichsbahndirektion Osten nach Frankfurt an der Oder". Sie war die Gattin Paul Trautmanns, der von 1916 bis 1925 Oberbürgermeister von Frankfurt(Oder) war. Über weitere Daten zu Elisabeth Trautmanns ist nichts bekannt.

Geschichtliche Entwicklung:

In den 1920er-Jahren war die Bebauung der Oberen Stadt um den Alten Friedhof (Kleistpark) weitgehend abgeschlossen. Nördlich davon, im Tal des Klingefließes, gab es noch freie Bauflächen, da diese auf Grund schwieriger topografischer Bedingungen nur mit hohem Aufwand zu bebauen waren. Im Zuge der Ansiedlung der RBD Osten in Frankfurt (Oder) ließ die Siedlungsgesellschaft Ostmark hier unter Federführung des Architekten Martin Kießling hier ein kleines Wohngebiet errichten, unter anderem mit dem bekannten Wappenhaus. An dessen Erker wurden die Wappen der wichtigsten Städte im Osten Deutschlands, die nach 1920 an die Republik Polen gingen, verewigt, aber auch die Wappen von Saarbrücken, Colmar und Mülhausen, die französisch wurden. Die wichtigste Erschließungsstraße zwischen Grünem Weg und Luisenstraße erhielt den Namen Elisbethstraße, welche bereits im Stadtplan von 1925 zu finden war. Sie überwand einen Höhenunterschied von fast 20 Metern. 1948 wurde sie in Karl-Sobkowski-Straße umbenannt. Um 1988 überbaute man das westliche Ende der Straße, welche fortan eine Sackgasse war. mit einer vierspurigen Haupterschließungsstraße (heute Kieler Straße)