Erich-Weinert-Straße
Straßenschlüssel:
Erich-Weinert-Straße
Inkraft getreten: 1976, Außerkraft getreten: 1991
Ehemalige Straßennamen:
Erläuterung aktueller Straßenname:
Erich Bernhard Gustav Weinert wurde am 04. August 1890 in Magdeburg geboren. Weinert war ein deutscher Schriftsteller und ab 1943 Präsident des Nationalkomitees Freies Deutschland. Nach seiner Schulzeit schloss er eine Lehre in einer Maschinenfabrik ab. Von 1908 bis 1910 besuchte er die Kunstgewerbe- und Handwerkerschule in Magdeburg und beendete 1912 ein Studium an der Königlichen Kunstschule in Berlin zum akademischer Zeichenlehrer mit Staatsexamen. Als Offizier nahm Weinert am I.Weltkrieg teil. Danach arbeitete er als Lehrer an der Magdeburger Kunstgewerbeschule. Anfang 1920 veröffentlichte er erste Gedichte. In Leipzig trat Erich Weinert 1921 im Kabarett auf. 1923 wechselte er nach Berlin ins Künstlercafé „Küka“. Weinert veröffentlichte seine Texte in vielen kommunistischen und linksbürgerlichen Zeitschriften, so dass er in Preußen Redeverbot erhielt. 1929 wurde er KPD-Mitglied und war Mitarbeiter der bei der ,,Roten Fahne“. Von 1933 bis 1935 ging Weinert mit Ehefrau und Tochter ins Exil u.a. die Schweiz, Frankreich und ins Saargebiet. Danach reiste er in die Sowjetunion aus und arbeitete dort für Radio Moskau. Von 1937 bis 1939 war er als Mitglied der Internationalen Brigaden und Frontberichterstatter im Spanischen Bürgerkrieg, ab 1941 bei der Roten Armee als Propagandist. Schwer erkrankt kehrte Weinert 1946 nach Deutschland zurück, wo er in der Zentralverwaltung für Volksbildung der Sowjetischen Besatzungszone arbeitete. Erich Weinert starb am 20.April 1953 in Berlin.
Geschichtliche Entwicklung:
Mit der Errichtung des Neuen, später Alten Friedhofs (heute Kleistpark) wuchs die Bebauung Frankfurts über die alten Grenzen hinaus auf die Hochflächen westlich der Altstadt. So wurde 1908 die Wieckestraße benannt, die vom Südostende der damaligen Luisenstraße ausgehend, zwischen Neuem Realgymnasium und Baugewerkeschule entlangführte, anschließend die Kaiserstraße kreuzte und in die Sophienstraße einmündete.Der Abschnitt zwischen Rosa-Luxemburg-(ehemals Kaiserstraße) und Karl-Liebknecht-(ehemals und derzeit wieder Sophienstraße) wurde 1976 in Erich-Weinert-Straße umbenannt. Seit 1991 gehört das Teilstück wieder zur Wieckestraße.