Ernst-Schneller-Straße

Straßenschlüssel:
Ernst-Schneller-Straße

Inkraft getreten: 1982, Außerkraft getreten: 1992

Ehemalige Straßennamen:

Erläuterung aktueller Straßenname:

Ernst Hugo Schneller wurde am 08. November 1890 in Leipzig geboren. Schneller war als deutscher SPD-, dann KPD-Kommunalpolitiker im Erzgebirge, Abgeordneter des Sächsischen Landtags und Reichstagsabgeordneter. Als Mitglied einer Widerstandszelle im KZ Sachsenhausen wurde er nach deren Entdeckung durch SS-Angehörige zusammen mit anderen Häftlingen erschossen. Schneller war Sohn eines Eisenbahners. Bis 1910 besuchte er ein Lehrerseminar und war darauf zwischen 1911 bis 1913 als Hilfslehrer und Lehrer tätig. Schneller meldete sich 1914 freiwillig zum Kriegsdienst und war seit 1916 Offizier. Während der Novemberrevolution war er Mitglied im Arbeiter- und Soldatenrat seiner Einheit in der Ukraine. 1919 wurde er Lehrer in Schwarzenberg, wo in die SPD eintrat und den Widerstand gegen den Kapp-Putsch organisierte. Er wechselte dann in die KPD ein. 1921 rückte Schneller als Abgeordneter in den Sächsischen Landtag. Schneller wurde 1924 Mitglied des Deutschen Reichstags Mitglied des Deutschen Reichstages. Diesem gehörte er ununterbrochen bis 1933 an. Im Zuge der Reichstagsbrandverordnung kam Ernst Schneller am 28. Februar 1933 in Haft und im April ins KZ Sonnenburg. Am 9. November 1933 wurde er wegen Aufforderung zum Hochverrat zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt, die er in Waldheim absaß 1939 kam er ins KZ Sachsenhausen, wo er am 11.Oktober 1944 erschossen wurde.

Geschichtliche Entwicklung:

Der Stadtteil Neuberesinchen entstand seit 1977 auf einer Fläche, die im Norden von der Großen Müllroser Straße, im Westen vom Gelände des Lutherstifts und des Hauptfriedhofs, im Süden von der Eisenbahnlinie nach Grunow und im Osten von der Eisenbahnlinie nach Guben begrenzt wird. Dort fanden sich bis dato Felder, Gärten und eine lockere Eigenheimbebauung. Westlich der ehemalige Baumschule Heinrich Jungclaussen entstand ab den frühen 1980er-Jahren der vierte und größe Wohnkomplex Neuberesinchens. Eine Stichstraße im Westteil des IV. Wohnkomplexes erhielt 1982 den Namen ,,Ernst-Schneller-Straße". Diese wurde 1992 in ,,Wimpinastraße" umbenannt.