Fürstenberger Straße
Postleitzahl: 15232
Straßenschlüssel: 00112
Fürstenberger Straße
Inkraft getreten: 1953
Postleitzahl:
- 15232
Stadtgebiet:
- 21 - Altberesinchen
Ehemalige Straßennamen:
- Carlstraße, 1876-1953
Erläuterung aktueller Straßenname:
Fürstenberg ist ein Stadtteil von Eisenhüttenstadt, der bis 1961 eine eigenständige Kleinstadt war. Am 13. November 1961 erfolgte die Eingemeindung in das 1953 gegründete Stalinstadt, welches von da an Eisenhüttenstadt heißt. Am 31. Dezember 2016 hatte Fürstenberg 4862 Einwohner. Fürstenberg besitzt einen historischen Altstadtkern. Es liegt am Westufer der Oder an der Einmündung des Oder-Spree-Kanals, ca. 25 Kilometer südlich von Frankfurt(Oder). Fürstenberg war eine Wettinische Gründung und wurde 1286 erstmals urkundlich erwähnt. 1293 war von Fürstenberg als Stadt die Rede. Diese stand bis zur Reformation unter der Herrschaft des Klosters Neuzelle. 1815 kam die Stadt an Preußen und wurde Teil der Provinz Brandenburg. 1846 erhielt Fürstenberg Eisenbahnanschluss. Es entstand eine Glashütte, die bis 1952 Bestand hatte. 1919 entstand die Oderbrücke, welche im II.Weltkrieg zerstört wurde. 1873 gründete die Berliner Maklervereinsbank die Niederlausitzer Glashütte, die aber bereits 1876 liquidiert wurde. Im Jahr 1891 wurde der Oder-Spree-Kanal eröffnet. Die Oder- und Kanalschifffahrt prägte die Stadt. Ab 1939 entstanden Rüstungsbetriebe und ein Großkraftwerk. Im Ortsteil Schönfließ wurde Braunkohle gefördert. Den Kriegshandlungen 1945 fiel die Oderbrücke zum Opfer. Nach den Bestimmungen des Potsdamer Abkommens wurde Fürstenberg Grenzstadt, da die östlich der Oder gelegenen Gebiete unter polnische Verwaltung gestellt wurden. Von 1952 bis zur Eingemeindung war die Stadt Kreisstadt des Kreises Fürstenberg, danach Eisenhüttenstadt-Land.
Geschichtliche Entwicklung:
Beresinchen ist eine alte Flurbezeichnung für eine Hochfläche, südwestlich der Altstadt von Frankfurt(Oder) gelegen. Der Name stammt aus dem Slawischen und bedeutet mit hoher Wahrscheinlichkeit ,,Birkenwäldchen". Auf der Fläche befanden sich Felder, Gärten, in früherer Zeit auch Weinberge, Frankfurter Bürger. Auch ein Gehöft oder Vorwerk, das vermutlich auch Beresinchen hieß, ist bezeugt. 1842 erhielt Frankfurt(Oder) Eisenbahnanschluss. Für die Eisenbahner und von der Bahn abhängige Handwerker entstand seitdem ein neuer Stadtteil, die Bahnhofsvorstadt, für die sich alsbald der Name Beresinchen einbürgerte. Eine der ersten Straßen dort trug 1867 den Namen Pflaumenbaumallee. 1876 benannte man diese in Carlstraße um. Seit 1953 lautet der Name Fürstenberger Straße.