Feliks-Dzierzynski-Straße

Straßenschlüssel: 07032
Feliks-Dzierzynski-Straße

Inkraft getreten: 1978, Außerkraft getreten: 1991

Ehemalige Straßennamen:

Erläuterung aktueller Straßenname:

Feliks Edmundowitsch Dzierżyński wurde am 30.August (nach julianischem Kalender) / 11.September 1877 (nach gregorianischen Kalender) auf einem Gut im Gouvernement Wilna im Russischen Kaiserreich (heute Republik Belarus) geboren. Er war ein bolschewistischer Berufsrevolutionär. Dzierżyński gründete 1917 die sowjetische Geheimpolizei Tscheka und leitete diese und ihre 1922 gegründete Nachfolgeorganisation GPU bis zu seinem Tod 1926. Ebenfalls war er Volkskommissar für Inneres und für Verkehr der neu gegründeten Sowjetunion. Feliks Dzierżyński besuchte seit August 1887 im Gymnasium Wilna (Vilnius, Litauen), wurde jedoch vor dem Abschluss wegen „revolutionärer Aktivitäten“ exmatrikuliert. Dzierżyński war Mitbegründer der sozialdemokratischen Partei des Königreichs Polen und Litauens (SDKPiL.) 1905/06 zählte er zu den führenden Aktivisten im russisch verwalteten Polen und seine internationalistisch-klassenkämpferisch ausgerichtete Partei im ZK der russischen Sozialdemokratie. Dzierżyński selbst wurde bis 1915 mehrfach inhaftiert und nach Sibirien deportiert. Im Sommer 1917 trat er den Bolschewiki bei und wurde Mitglied ihres Zentralkomitees. Während der Oktoberrevolution führte er mit den bewaffneten Aufstand der Bolschewiki gegen die Kerenski-Regierung. Dzierżyński starb am 20. Juli 1926 in Moskau.

Geschichtliche Entwicklung:

Der Stadtteil Neuberesinchen entstand seit 1977 auf einer Fläche, die im Norden von der Großen Müllroser Straße, im Westen vom Gelände des Lutherstifts und des Hauptfriedhofs, im Süden von der Eisenbahnlinie nach Grunow und im Osten von der Eisenbahnlinie nach Guben begrenzt wird. Dort fanden sich bis dato Felder, Gärten und eine lockere Eigenheimbebauung. Etwa in der Mitte der Fläche befand sich die ehemalige Baumschule Heinrich Jungclaussen, deren Gelände in die Bebauung integriert wurde. Hier entstand 1978 auch die Feliks-Dzierzynski-Straße, die 1991 in ,Jungclaussenweg" umbenannt wurde.