Finkenheerder Straße

Postleitzahl: 15232

Straßenschlüssel: 00376
Finkenheerder Straße

Inkraft getreten: 1965

Postleitzahl:

  • 15232

Stadtgebiet:

  • 21 - Altberesinchen

Ehemalige Straßennamen:

  • (Am) Beresinchen, 1846-1927
  • Züllichauer-Straße, 1927-1965

Erläuterung aktueller Straßenname:

Finkenheerd ist Bestandteil der brandenburgischen Gemeinde Brieskow-Finkenheerd. Diese liegt im Südosten Brandenburgs im Landkreis Oder-Spree, 13 Kilometer südlich von Frankfurt(Oder) an der Oder auf 35 Metern Höhe über NHN. Hier leben 2.363 Einwohner. Der Ortsteil Brieskow wurde 1354 erstmals urkundlich erwähnt Er gehörte dem Frankfurter Karthäuser-Kloster und gelangte nach der Reformation in kurfürstlichen Besitz. Im 19.Jahrhundert entwickelte sich das Fischer-und Bauerndorf zur Industriegemeinde. Der Name Finkenheerd geht auf einen erstmals 1750 auftauchenden Flurnamen zurück. Er weist auf einen Ort hin, in welchem Vogelfänger Schlaggarnfallen aufstellten. Zunächst gab es ein Schleusenwärterhaus am um 1668 entstandenen Friedrich-Wilhelm-Kanal und einen Gasthof. Im Zuge des Baus der Eisenbahn nach Breslau entstanden hier Fabriken und Wohnhäuser. Der später entstandene Bahnhof trägt bis heute den Namen ,,Finkenheerd“ Im Jahre 1921 begannt der Bau des Braunkohlekraftwerks (abgerissen in den 1990er-Jahren), welches seine Rohstoffe aus den nach Finkenheerd benannten Braunkohlerevier bezog. Diese wurden im Tief- und im Tagebau gefördert. Am 1. Januar 1949 wurde der Gemeindename in Brieskow-Finkenheerd geändert. An Industrie gab es im Ort noch eine Ofenfabrik, eine Kalkbrennerei, eine Holz- und Imprägnierfabrik, eine Dach- und Sandsteinbrennerei, schließlich 1877 eine Schneidemühle. 1874 begann die Firma Richard Sonnenburg mit der Herstellung von Glukosesirup. Später übernahm der Maizena-Konzern unter dem Namen Finkenheerder Obstwerke AG den Betrieb.

Geschichtliche Entwicklung:

Beresinchen ist eine alte Flurbezeichnung für eine Hochfläche, südwestlich der Altstadt von Frankfurt(Oder) gelegen. Der Name stammt aus dem Slawischen und bedeutet mit hoher Wahrscheinlichkeit ,,Birkenwäldchen" Auf der Fläche befanden sich Felder, Gärten, in früherer Zeit auch Weinberge Frankfurter Bürger. Auch ein Gehöft oder Vorwerk, das vermutlich auch Beresinchen hieß, ist bezeugt. 1842 erhielt Frankfurt(Oder) Eisenbahnanschluss. Für die Eisenbahner und von der Bahn abhängige Handwerker entstand seitdem ein neuer Stadtteil, die Bahnhofsvorstadt, für die sich alsbald der Name Beresinchen einbürgerte. Eine westlich gelegene Zufahrtstraße zum Bahngelände erhielt 1846 den Name Beresinchen, der sich bis 1874 in ,,Am Beresinchen"veränderte. Von 1927 bis 1965 hieß die Straße ,,Züllichauer Straße", danach Finkenheerder Straße.

Karte: