Fröbelpromenade

Postleitzahl: 15232

Straßenschlüssel: 00452
Fröbelpromenade

Inkraft getreten: 1994

Postleitzahl:

  • 15232

Stadtgebiet:

  • 23 - Neuberesinchen-Süd

Ehemalige Straßennamen:

Erläuterung aktueller Straßenname:

Friedrich Wilhelm August Fröbel wurde am 21.April 1782 im thüringischen Oberweißbach geboren. Fröbel war ein deutscher Pädagoge, dessen besonderes Verdienst in der Erkenntnis der Bedeutung der frühen Kindheit bestand. Als Folge gründete er die Stiftung des „Allgemeinen deutschen Kindergartens“ mit der Trias: Bildung, Erziehung und Betreuung. Seine Kindergartenidee wurde 2023 ins ,,Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes“ aufgenommen. Fröbel, der die Mutter früh verlor wuchs ab dem zehnten Lebensjahr beim Bruder der verstorbenen Mutter, Superintendent Hoffmann, auf. Von 1797 bis 1799 absolvierte er eine Landwirtschafts- und Försterlehre. Ab 1799 studierte er Naturwissenschaften in Jena. Von 1802 bis 1803 war er Forstamtsaktuar d.h. Landmesser im Fränkischen. Von 1804 bis 1805 diente er als Privatsekretär auf einem Gut, wo er die Möglichkeit hatte, sein Wissen im umfangreichen Bestand der Gutsbibliothek zu erweitern. Dort fand Fröbel Werke bedeutender Pädagogen, wie Pestalozzi oder Stoll. Diese nahm er zum Anlass, künftig als Erzieher zu wirken. Als Erzieher begann er 1805 nach seiner Rückkehr aus der Schweiz an der Pestalozzi Musterschule in Frankfurt am Main. Von 1806 bis 1811 war Fröbel Hauslehrer. 1811 setzte er seine Studien der Sprachen, Physik und Chemie in Göttingen und der Mineralogie in Berlin fort. Das Studium musste er beim Ausbruch der Befreiungskriege gegen Napoleon im März 1813 abbrechen. Als Mitglied des Lützowschen Freikorps kämpfte er an in Großgörschen im Mai 1813 teil. 1816 gründete Fröbel die Allgemeine Deutsche Erziehungsanstalt. Von da an widmete er sich in seiner Arbeit und seinen Werken der Kindererziehung.Friedrich Fröbel starb am 21. Juni 1852 in Marienthal.

Geschichtliche Entwicklung:

1993 wurde zwischen der Wimpinastraße und der Berendsstraße ein Fußgängerzone mit Kinderspielplatz und Bänken zum Verweilen ausgebaut. Diese erhielt 1994 den Namen Fröbelpromenade. Der in den Erdgeschossen der anliegenden Wohngebäude geplanten Einzelhandel entwickelte sich nicht, da in unmittelbarer Nähe mit dem Hedwigs-Einkaufspark eine überdimensionierte Shoppingmall gebaut wurde. Der Einwohnerschwund in Stadtteil Neuberesinchen war bald so beträchtlich, dass die anliegenden Gebäude abgerissen wurden.

Karte: