Franz-Liszt-Ring
Postleitzahl: 15234
Straßenschlüssel: 00098
Franz-Liszt-Ring
Inkraft getreten: 1953
Postleitzahl:
- 15234
Stadtgebiet:
- 41 - Nuhnen Vorstadt
Ehemalige Straßennamen:
- Bromberger Ring, 1923-1953
Erläuterung aktueller Straßenname:
Franz Liszt (ungarisch: Liszt, Ferenc) wurde am 22. Oktober 1811 in Raiding (Österreich-Ungarn) geboren. Liszt war ein prominenter und einflussreicher Komponist, Dirigent, Klaviervirtuose und Schriftsteller. Liszt gab mit der Entwicklung der Sinfonischen Dichtung der orchestralen Musik deutliche Impulse. Er war Mitbegründer des Allgemeinen Deutschen Musikvereins. 1859 wurde er in den österreichisch-erblichen Ritterstand erhoben. Im Alter von 54 Jahren empfing er in Rom die Priesterweihen. Die Liebe zur Musik wurde durch seinen Vater geweckt. Nach eigenen Angaben hatte Liszt sich im Alter von sieben Jahren das Notenschreiben „allein angelernt“. Er trat als Neunjähriger in einem Konzert bei Baron von Braun mit dem Vortrag eines Klavierkonzerts und einer eigenen Improvisation erstmals öffentlich auf. In Wien Franz von Carl Cerny und Salieri unterrichtet. 1827 starb Liszts Vater. Franz lebte bis 1834 in Paris. Dort lernte er bedeutende Künstler und Schriftsteller kennen, auch andere Musiker (Chopin,Rossini, Mendelsohn Bartholdy u.a. Nach 1835 reiste Liszt durch Europa (Schweiz, Italien, Preußen) 1843 bis 1861 war er Kapellmeister in Weimar. In der Zeit entstanden zahlreiche Kompositionen. Am 19. Januar 1873 gab Liszt einen Konzertabend in Frankfurt(Oder) im ausverkauften Stadttheater mit sensationellem Erfolg. Am 31.Juli 1886 verstarb er in Bayreuth.
Geschichtliche Entwicklung:
Nach dem verlorenen I.Weltkrieg, gingen weite Teile der preußischen Provinzen Westpreußen, Posen und Oberschlesien an die neu entstandene Republik Polen bzw. die Freie Stadt Danzig. Weite Gebiete der Eisenbahndirektionen Posen, Danzig und Bromberg kamen an diese beiden Staaten. Der bei Deutschland verbliebene Rest wurde 1920 zur Reichsbahndirektion Osten zusammengefasst, die 1923 ihren Sitz in Frankfurt nahm. Das bedeutete für zahlreiche Angestellte nach Frankfurt zu ziehen wo nun Wohnungen benötigt wurden.. Dafür stellte die Stadt Frankfurt an der Oder auf dem Gelände des einstigen Gutes Paulinenhof große Flächen Bauland zur Verfügung. Der Architekt Martin Kießling wurde mit dm Bau beauftragt und schuf eine gartenstadtähnliche Siedlung. Deren Straßen benannte man nach den früheren Heimatorten der neuen Bewohner. So auch den Bromberger Ring, der seinen Namen 1923 erhielt. Die nach dem zweiten Weltkrieg an die Macht gekommenen Kommunisten wollten die Erinnerung an die einst deutschen Städte tilgen. Die Straßen wurde meist nach bekannten Komponisten umbenannt wie in diesem Fall 1948 nach dem Komponisten Franz Liszt.