Fritz-Lindemann-Ring

Postleitzahl: 15234

Straßenschlüssel: 00584
Fritz-Lindemann-Ring

Inkraft getreten: 2008

Postleitzahl:

  • 15234

Stadtgebiet:

  • 41 - Nuhnen Vorstadt

Ehemalige Straßennamen:

Erläuterung aktueller Straßenname:

Fritz Lindemann, geboren am 11.April 1894 in Charlottenburg trat als Fahnenjunker in das preußische 4.Garde-Feldartillerie-Regiment ein. Er erlebte den I.Weltkrieg als Frontoffizier. 1919 war Lindemann zeitweise Mitglied der deutschen Friedensdelegation in Versailles. 1920 übernahm man ihn die Reichswehr. Nach 1933, in der Wehrmachtsabteilung des Ministeramtes war er General Kurt von Schleicher unmittelbar unterstellt. Als Lehrer der Kriegsakademie bildete er Generalstabsoffiziere aus. 1936 kam Lindemann als Generalstabsoffizier zum Generalkommando des X. Armee-Korps nach Hamburg. 1938 folgte sein Abschied als Oberst. Er war danach als militärpolitischer Kommentator beim „Hamburger Fremdenblatt“ tätig. Bei Ausbruch des II. Weltkrieges wurde L. als Oberst Kommandeur des in Augsburg beheimateten Artillerieregiments 27. Er nahm mit diesem am Polen- und Frankreich-Feldzug teil. 1942 wurde er reaktiviert und zum Generalmajor befördert. Er kämpfte mit der 132. Infanterie-im Feldzug gegen die Sowjetunion Am 1.12.1943 wurde Lindemann zum General der Artillerie befördert. Durch seine häufige Reisetätigkeit zwischen Berlin, dem Führerhauptquartier, den Oberkommandos der Heeresgruppen und Armeen und den in der Heimat wirkenden Stellvertretenden Generalkommandos gelang es ihm, im engeren Führungskreis der Widerstandsbewegung im militärischen Bereich zahlreiche Verbindungen zu knüpfen und als Koordinator zu wirken. Als designierter Pressesprecher der Reichsregierung nach einem geglückten Attentat auf Hitler sollte L. den ersten Aufruf an die deutsche Bevölkerung im Rundfunk verlesen. Nach dem Scheitern des Attentats am 20. Juli 1944 tauchte er unter, wurde aber am 3. September 1944 verhaftet und angeschossen. Infolge davon verstarb Fritz Lindemann im Polizeikrankenhaus der der Charité.

Geschichtliche Entwicklung:

In der zweiten Hälfte der 2000er-Jahre entstand auf der Fläche der einstigen ,,Roten Kaserne" ein neues Wohngebiet. Die dazu gehörigen Zufahrts- und Anliegerstraßen erhielten 2008 ihren Namen, so auch der Fritz-Lindemann-Ring.

Karte: