Güldendorfer Straße
Postleitzahl: 15230,15232,15236
Straßenschlüssel: 00134
Güldendorfer Straße
Inkraft getreten: 1941
Postleitzahl:
- 15230
- 15232
- 15236
Stadtgebiet:
- 12 - Gubener Vorstadt
- 23 - Neuberesinchen-Süd
- 24 - Güldendorf
Ehemalige Straßennamen:
- Tzschetzschnower Oberweg, 1846-1941
Erläuterung aktueller Straßenname:
Der Frankfurter Ortsteil Güldendorf liegt fünf Kilometer südlich der Innenstadt von Frankfurt (Oder). Die slawische Siedlung Tzschetzschnow bestand etwa seit dem Jahr 800. Aus dieser entwickelte sich ein deutsches Dorf, welches um 1230 erstmals urkundliche Erwähnung fand. Die Umgebung war hügel- und wasserreich, weshalb sich um das Dorf einige Mühlen etablierten. Auch Weinbau spielte bis in die frühe Neuzeit eine Rolle. Im Hochmittelalter war Tzschetzschnow Kämmereidorf. Später wurde das Dorf mehrfach zerstört (30-jähriger Krieg) Eine der größen Schlachten des Siebenjährigen Krieges fand beim Tzschetzschnow auf der anderen Oderseite liegenden Dorf Kunersdorf statt. Tzschetzschnow kam 1827 zum Kreis Lebus,.wo es bis 1945 verblieb.1934 entstand direkt nördlich des Ortes die Reichsautobahnstrecke nach Berlin.1937 wurde Tzschetzschnow in „Güldendorf“ umbenannt, da es den Nationalsozialisten zu slawisch klang. Eine Rückbenennung erfolgte nie. Güldendorf kam ab 1945 zum Stadtkreis Frankfurt (Oder). Die offizielle Eingemeindung erfolgte 1947
Geschichtliche Entwicklung:
Der quer über die Hochebene zwischen Frankfurt und dem damaligen Tzschetzschnow verlaufende Weg hieß seit 1846 Tzschetzschnower Oberweg. Nach der Umbenennung Tzschetzschnows in Güldendorf 1937, erfolgte die Umbenennung der Straße in Güldendorfer Straße 1941. Nach 1976 dehnte sich der Plattenbau-Stadtteil Neuberesinchen bis an die Grunower Bahn aus, wobei der Mittelteil der Güldendorfer Straße überbaut wurde. (mit Wallensteinstraße und Straßenbahntrasse). Fortan bestand die Güldendorfer Straße aus zwei getrennten Abschnitten. Der untere (Ost-) Teil verläuft von der Müllroser Straße zur Birkenallee, der obere (West-)Teil liegt zwischen Mühlenweg und Seestraße. Mitte der 1980er-Jahre kamen einige Neubauten am inzwischen abgerissenen Wintergarten (Alter Wasserturm) zur Güldendorfer Straße hinzu. 1994 versuchte die Stadtverwaltung das Problem der getrennten gleichnamigen Straßenabschnitten so zu lösen, indem man den unteren Teil in ,,Am Huttenberg" umbennen wollte. Dieses scheiterte an heftigen Anwohnerprotesten.