General-Walter-Straße

Straßenschlüssel: 07033
General-Walter-Straße

Inkraft getreten: 1978, Außerkraft getreten: 1991

Ehemalige Straßennamen:

Erläuterung aktueller Straßenname:

Karol Świerczewski, Deckname General Walter, wurde am 22.Februar 1897 in Warschau geboren. Świerczewski war ein polnischer General im Dienste des bolschewistischen Russlands ab 1918. Er kämpfte im Russischen Bürgerkrieg ab 1919. 1936 war er als sowjetischer Divisionskommandeur im Spanischen Bürgerkrieg. Von 1944 gehörte er der Armee der Provisorischen Regierung der Nationalen Einheit von Polen. Im ersten Weltkrieg kam Świerczewski nach Moskau, schloss er sich 1918 den Bolschewiki anschloss. Während des Polnisch-Sowjetischen Krieges 1920 kämpfte er auf eigenen Wunsch Roten Armee gegen Polen.1928 schloss Świerczewski seine Ausbildung an der Militärakademie ,,M.W.Frunse“ ab. !936 ging er unter dem Decknamen General Walter nach Spanien.Nach der militärischen Niederlage der Zweiten Spanischen Republik im Jahre 1939 kehrte er wieder in die Sowjetunion zurück. Zur Zeit des Überfalls auf Polen durch Hitlerdeutschland und durch die Sowjetunion 1939 war Świerczewski Kommandeur in der Roten Armee. Mitte 1943 wurde er zu einem der Generäle, die mit der Bildung der der Roten Armee unterstellten 1. Polnischen Armee beauftragt waren. 1944 stieg er zu einem Führer der kommunistischen Polnischen Arbeiterpartei auf und gehörte der noch inoffiziellen Regierung der Volksrepublik Polen, die nach dem Krieg auf sowjetischen Druck entstand. Im Februar 1946 wurde Świerczewski stellvertretender Verteidigungsminister Polens und war damit auch an der Verfolgung ders antikommunistischen Opposition in Polen beteiligt und unterzeichnete zahlreiche Todesurteile. Im 28. März 1947 starb er in Jabłonki in Südostpolen in einem Gefecht mit der Ukrainischen Aufstandsarmee.

Geschichtliche Entwicklung:

Der Stadtteil Neuberesinchen entstand seit 1977 auf einer Fläche, die im Norden von der Großen Müllroser Straße, im Westen vom Gelände des Lutherstifts und des Hauptfriedhofs, im Süden von der Eisenbahnlinie nach Grunow und im Osten von der Eisenbahnlinie nach Guben begrenzt wird. Dort fanden sich bis dato Felder, Gärten und eine lockere Eigenheimbebauung. Um die ehemalige Baumschule Heinrich Jungclaussen entstand in den ausgehenden 1970er-Jahren der zweite Wohnkomplex Neuberesinchens. Eine Stichstraße im Nordteil des IV. Wohnkomplexes erhielt 1978 den Namen ,,General-Walter-Straße". Diese wurde 1991 in ,,Friedrich-Loeffler-Straße" umbenannt.