Georg-Friedrich-Händel-Straße

Postleitzahl: 15234

Straßenschlüssel: 00116
Georg-Friedrich-Händel-Straße

Inkraft getreten: 1953

Postleitzahl:

  • 15234

Stadtgebiet:

  • 41 - Nuhnen Vorstadt

Ehemalige Straßennamen:

  • Dirschauer Straße, 1923-1948

Erläuterung aktueller Straßenname:

Georg Friedrich Händel wurde am 23.Februar 1685 in Halle an der Saale geboren. Händel war ein deutsch-britischer Komponist des Barocks. Er schuf 42 Opern und 25 Oratorien, sowie Kirchenmusik, Kantaten, zahlreiche Werke für Orchester. Zugleich war er Opernunternehmer. Über Händels Jugendzeit ist nicht viel bekannt. Händels Vater lehnte dessen musikalischen Interessen strikt ab. Mutter Dorothea Händel förderte dagegen die musische Begabung ihres Sohnes Georg Friedrich. Der Herzog von Sachsen-Weißenfels, der Zeuge von Händels Orgelspiel wurde erkannte das Talent des Jungen des Jungen und überzeugte den Vater, Georg Friedrich als Musiker ausbilden zu lassen. Erster Lehrer war Komponist und Musikdirektor Friedrich Wilhelm Zachow, dessen Kompositionsstil großen Einfluss auf Händels Schaffen hatte. Der preußische König Friedrich Wilhelm I. war ein Bewunderer Händels. 1701 machte Händel die Bekanntschaft Georg Friedrich Telemanns. 1705 wurde Händels erste Oper ,,Almira, Königin von Castilien" in Hamburg aufgeführt. In Hamburg komponierte Händel 1706 noch weitere Opern. 1706 brach Händel zu einer Italienreise auf. Diese währte vier Jahre. In Italien schuf Händel zwei Opern. Die Oper ,,Agrippina“ gilt als wichtigstes Werk im Händelschen Opernstil. Infolge davon lud der Kurfürst von Hannover Georg Ludwig 1709 Händel an seinen Hof ein. Schon gegen Ende des Jahres reiste er nach London, wo er für die Uraufführung von ,,Rinaldo“ gefeiert wurde. Danach erfolgte ein Intermezzo in Hannover. 1712 reiste Händel wieder nach London und verbrachte dort mit Unterbrechungen den Rest seines Lebens und wurde zum berühmtesten Komponisten Englands. Von 1739 an widmete Händel sich dem Oratorium. Am 14. April 1759, starb Georg Friedrich Händel in London.

Geschichtliche Entwicklung:

Nach dem verlorenen I.Weltkrieg, gingen weite Teile der preußischen Provinzen Westpreußen, Posen und Oberschlesien an die neu entstandene Republik Polen bzw. die Freie Stadt Danzig. Weite Gebiete der Eisenbahndirektionen Posen, Danzig und Bromberg kamen an diese beiden Staaten. Der bei Deutschland verbliebene Rest wurde 1920 zur Reichsbahndirektion Osten zusammengefasst, die 1923 ihren Sitz in Frankfurt nahm. Das bedeutete für zahlreiche Angestellte nach Frankfurt zu ziehen wo nun Wohnungen benötigt wurden.. Dafür stellte die Stadt Frankfurt an der Oder auf dem Gelände des einstigen Gutes Paulinenhof große Flächen Bauland zur Verfügung. Der Architekt Martin Kießling wurde mit dem Bau beauftragt und schuf eine gartenstadtähnliche Siedlung. Deren Straßen benannte man nach den früheren Heimatorten der neuen Bewohner. So auch die Dirschauer Straße, die ihren Namen 1923 erhielt. Die nach dem zweiten Weltkrieg an die Macht gekommenen Kommunisten wollten die Erinnerung an die einst deutschen Städte tilgen. Die Straßen wurde meist nach bekannten Komponisten umbenannt wie in diesem Fall 1948 nach Georg Friedrich Händel.

Karte: