Georg-Simon-Ohm-Straße (Halbleiterwerk)
Postleitzahl: 15236
Straßenschlüssel: 00573
Georg-Simon-Ohm-Straße (Halbleiterwerk)
Inkraft getreten: 2006
Postleitzahl:
- 15236
Stadtgebiet:
- 54 - Markendorf
Ehemalige Straßennamen:
- Ringstraße, 1993-2007
Erläuterung aktueller Straßenname:
Georg Simon Ohm wurde 16. März 1789 in Erlangen geboren. Ohm war deutscher Physiker beeinflusste entscheidend die Forschung zum elektrischen Strom. Er entwickelte das nach ihm benannte Gesetz, nach dem der elektrische Widerstand (R) der Quotient aus der Elektrischen Spannung (U) und der Stromstärke (I) ist. Die Einheit des Widerstands trägt Ohms Namen. Ohm war Sohn eines wissenschaftsbegeisterten Handwerkers. Dieser lehrte ihn und seinen Bruder die Grundlagen der Mathematik. 1805 begann der 16-jährige Georg Simon Ohm ein Studium an der Friedrich -Alexander-Universität in Erlangen. Auf Grund fehlender Finanzen unterbrach Ohm das Studium und begann eine Tätigkeit als Privatlehrer. 1811 kehrte er zurück an die Erlanger Universtät, wo er seinen Doktortitel erwarb. Danach folgten wieder mehrere Anstellungen als Lehrer. 1833 wurde Ohm Professor an der Königlich Polytechnischen Schule Nürnberg, später auch Direktor der Einrichtung. Die Elektrizität stand stets im Mittelpunkt seiner Forschung, was von seiner Umgebung zunächst wenig anerkannt wurde. Dies erfolgte erst nachdem zahlreiche andere internationale Wissenschaftler seine Theorien bestätigten. Der Bayrische König holte Ohm an die Universität München, wo er 1852 ordentlicher Professor für Experimentalphysik wurde. Am 6. Juli 1854 starb Ohm in München und fand seine letzte Ruhestätte auf dem Alten Südfriedhof.
Geschichtliche Entwicklung:
1959 wurde in Frankfurt(Oder) der VEB Halbleiterwerk Frankfurt(Oder) gegründet. Ab 1961 begann man auf einem ehemaligen Militärübungsplatz nahe des Ortsteils Markendorf mit dem Aufbau eines neuen Werks, welches fortlaufend erweitert wurde. Bis 1989 waren über 8000 Mitarbeiter dort beschäftigt. Produziert wurden zunächst bipolare Halbleiter, danach bipolare Schaltkreise, ab Mitte der 1980er-Jahre sogenannte CMOS-Taschenrechnerschaltkreise. Nach den politischen Umbrüchen ab 1989 waren durch das Ende der Abschottung der DDR-Volkswirschaft die Erzeugnisse des Werks unwirtschaftlich und veraltet. Die Suche nach Investoren blieb erfolglos, so das das Werk bzw. seine Nachfolger letztendlich abgewickelt wurde. Auf dem Gelände siedelten sich diverse Mittel- und Kleinunternehmen an. Um diese leichter aufzufinden, beschloss man, allen eine eigene Anschrift zuzuordnen. Das Werkstraßensystem wurde 1993 als öffentliche Straße mit der Bezeichnung Ringstraße gewidmet. Diese wurde 2007 aufgehoben und die einzenen Teilabschnitte erhielten eigene Namen, hauptsächlich nach bedeutenden Naturwissenschaftlern, Technikern, Industriellen, wie hier nach Georg Simon Ohm. Zuvor bestand eine Georg-Simon- Ohm-Straße im Gewerbegebiet Markendorf-Siedlung seit 1996, die 2005 durch den Bau der Firma First-Solar überbaut wurde.