Gerhard-Grüneberg-Straße

Straßenschlüssel:
Gerhard-Grüneberg-Straße

Inkraft getreten: 1982, Außerkraft getreten: 1991

Ehemalige Straßennamen:

Erläuterung aktueller Straßenname:

Gerhard-Grüneberg-Straße: Gerhard Grüneberg wurde am 29. August 1921 in Lehnin geboren. Er war Mitglied des Politbüros des ZK der SED und prägte die Landwirtschaftspolitik der DDR. Bereits seine Eltern waren KPD-Mitglieder. G. war von 1928 bis 1933 im Jung-Spartakus-Bund. Nach einer Maurerlehre wurde er in die Kriegsmarine einberufen. Grüneberg wurde nach Kriegsende Neulehrer, bevor er eine politische Karriere einschlug. Seine Stationen waren SED-Kreisleitung Guben, wo er mit 26 Jahren 1.Sekretär wurde. 1949 kam er in die SED-Landesleitung Brandenburg und wurde nach Auflösung der Länder 1952 Erster Sekretär der SED Bezirksleitung Frankfurt(Oder). Nebenbei machte er ein Fernstudium an der Parteihochschule mit dem Abschluss Diplomgesellschaftswissenschaftler. 1958 wurde Grüneberg Sekretär des SED-Zentralkomitees. Ab 1959 war er Kandidat, ab 1966 Mitglied des Politbüros wo er die Agrarkommission leitete. Nachdem er bereits 1969 bei Ulbricht in Ungnade gefallen war, erwies er sich in den 1970er-Jahren seinen Aufgaben immer weniger gewachsen und wurde in seiner Funktion von Werner Felfe als ZK-Sekretär für Landwirtschaft abgelöst. Gerhard Grüneberg verstarb am 10.April 1981 in Berlin..

Geschichtliche Entwicklung:

Im Verlauf des 30-jährigen Krieges landete ein schwedisches Heer unter König Gustav II. Adolf im Jahr 1630 auf der Insel Usedom und rückte südwärts vor. Im April 1631 belagerte es Frankfurt an der Oder. Große Teile dieses Heeres verschanzten sich auf einer mit Feldern und Gärten bestandenen Hochfläche südwestlich der Stadt. Alsbald kapitulierte die Stadt und wurde von den Siegern geplündert. Von diesem Ereignis sollte sich die einstmals wohlhabende Universitäts- und Handelsstadt nie wirklich erholen. Was blieb, war der Flurname Schwedenschanze im Gebiet des heutigen Neuberesinchens. Zwischen ca. 1925 und 1950 gab es eine Straße ,,Schwedenschanze" in diesem Gebiet, die von der Lage nicht mit der heutigen Straße ,,An der Schwedenschanze" identisch war. Die 1982 im Zuge der Errichtung des Wohngebiets Neuberesinchen errichtete Gerhard-Grüneberg-Straße wurde 1991 in ,,An der Schwedenschanze" umbenannt.