Große Müllroser Straße

Postleitzahl: 15230,15232

Straßenschlüssel: 00126
Große Müllroser Straße

Inkraft getreten: 1879

Postleitzahl:

  • 15230
  • 15232

Stadtgebiet:

  • 12 - Gubener Vorstadt
  • 21 - Altberesinchen
  • 22 - Neuberesinchen-Nord

Ehemalige Straßennamen:

  • Müllroserstraße, 1846-1879

Erläuterung aktueller Straßenname:

Müllrose ist eine Stadt im Landkreis Oder-Spree im Land Brandenburg. Sie liegt am von der Schlaube durchflossenen Großen Müllroser See und gilt als das Tor zum Nationalpark Schlaubetal Die Stadt ist staatlich anerkannter Erholungsort. Müllrose liegt je 14 Kilometer sowohl von Frankfurt(Oder) als auch der Kreisstadt Beeskow entfernt. Markgraf Otto III. gründete um 1260 die Stadt. Müllrose blieb im Mittelalter eine Ackerbürgerstadt. Über 200 Jahre bis 1665 gehörte sie dem Adelsgeschlecht von Burgsdorff, danach bis 1754 den Landesherren. Ab 1558 entstand der Friedrich-Wilhelm-Kanal als Vorläufer des Oder-Spree-Kanals. 1869 bekam Müllrose Anschluss ans Telegrafennetz, 1877 ans Eisenbahnnetz. 1907 entstand ein Tuberkulosesanatorium in den Zeisigbergen. Zum Ende des II.Weltkriegs wurde die Kanalbrücke am 23. April 1945 von der Wehrmacht gesprengt. Einen Tag später besetzte die Rote Armee die Stadt, die weitgehend unzerstört blieb. Zu DDR-Zeiten war Müllrose Sitz eines Forstwirtschaftsbetriebes. Nach 1990 schuf sich die Stadt ein neues Gewerbegebiet, in welchem sich zahlreiche Betriebe ansiedelten.

Geschichtliche Entwicklung:

Beresinchen ist eine alte Flurbezeichnung für eine Hochfläche, südwestlich der Altstadt von Frankfurt(Oder) gelegen. Der Name stammt aus dem Slawischen und bedeutet mit hoher Wahrscheinlichkeit ,,Birkenwäldchen". Auf der Fläche befanden sich Felder, Gärten, in früherer Zeit auch Weinberge, Frankfurter Bürger. Auch ein Gehöft oder Vorwerk, das vermutlich auch Beresinchen hieß, ist bezeugt. 1842 erhielt Frankfurt(Oder) Eisenbahnanschluss. Für die Eisenbahner und von der Bahn abhängige Handwerker entstand seitdem ein neuer Stadtteil, die Bahnhofsvorstadt, für die sich alsbald der Name Beresinchen einbürgerte. 1846 benannte man eine wichtige in Ost-West-Richtung durch ein nahe dem Carthausplatz ins Odertal mündendes Tal verlaufende Straße in in Müllroserstraße (ab 1879 Große Müllroser Straße). Erwähntes Tal war bereits 1846 durch einen mächtigen Bahndamm mit eingelassenem Tunnel abgesperrt worden. Das zur Oder entwässernde Fließ verrohrte man.

Karte: