Große Oderstraße

Postleitzahl: 15230

Straßenschlüssel: 00127
Große Oderstraße

Inkraft getreten: 1909

Postleitzahl:

  • 15230

Stadtgebiet:

  • 11 - Stadtmitte

Ehemalige Straßennamen:

  • Oderstraße (-gasse), 1567-1909
  • Am Markt 1594-1706
  • Pfarrviertel, 1567-1706

Erläuterung aktueller Straßenname:

Die Oder, fünftgrößter Fluß Deutschlands, entspringt in Tschechien nahe Olomouc (Olmütz) fließt dort durch Ostrava (Mährisch-Ostrau), anschließend durch Polen (Racibórz/Ratibor, Opole/Oppeln, Wrocław/Breslau; Glogów/Glogau). Zwischen der Neißemündung und dem Dorf Mescherin bildet der Fluß die Grenze zwischen Polen und Deutschland. Bedeutendste deutsche Stadt an der Oder ist Frankfurt(Oder). Danach fließt die Oder wieder durch Polen und mündet nördlich von Szczecin/Stettin ins Stettiner Haff, das über Peene, Swine ( Świna) und Dievenow (Dziwna), von West nach Ost, mit der Ostsee verbunden ist. Die Oder ist 866 Kilometer lang, 898 Kilometer bis Świnoujście (Swinemünde). Nebenflüsse sind u.a. Glatzer Neiße, Bober, Lausitzer Neiße und die Warthe. Das Stadtbild von Frankfurt(Oder) wird entscheidend von der Oder geprägt.

Geschichtliche Entwicklung:

Eine der drei wichtigsten von Nord nach Süd verlaufenden Straßen der mittelalterlichen Stadt war die Oderstraße, von 1909 Große Oderstraße. 1567 hieß das zwischen Grapengießergasse (später Regierungsstraße) und Bischofstraße, also der Abschnitt östlich von St.Marien Pfarrviertel. Daran nördlich anschließend bis zu heutigen Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße: Am Markt bzw. Markt. Von dort bis zur Collegienstraße Odergasse bzw. Oderstraße. Eine historische Karte, etwa von 1700, zeigt die 0derstraße in kompletter Länge zwischen Grapengießergasse und Collegienstraße. 1909 änderte man den Straßennamen, um eine Unterscheidung zur nun ebenfall bestehenden Kleinen Oderstraße zu haben. Mitte der 1950er-Jahre wurde die ehemalige Altstadt nach sozialistschen Gesichtspunkten wieder aufgebaut, was bedeutet, dass das historische Straßennetz teilweise deutlich verändert wurde. Ab 1965 endete die Große Oderstraße im Norden noch vor der Rosa-Luxemburg-Straße (heute Slubicer Straße). Mitte der 1970er-Jahre wurde das alte Pfarrhaus von St.Marien abgerissen und die frühere Priestergasse mit Parkplätzen überbaut. Die Große Oderstraße wurde zur Wilhelm-Pieck-Straße (jetzt Logenstraße) verlängert. Mit dem Bau des Universitätsplatzes wurde dieses Teilstück 2010 wieder überbaut und die Priestergasse im alten Verlauf neu errichtet. Bis zur Zerstörung 1945 befand sich in dieser Straße das Geburtshaus des größten Sohnes der Stadt, des Dichters Heinrich von Kleist.

Karte: