Gurschstraße

Straßenschlüssel: 07102
Gurschstraße

Inkraft getreten: 1910, Außerkraft getreten: 1964

Ehemalige Straßennamen:

Erläuterung aktueller Straßenname:

Gurschstraße: Benannt nach Dorothea Gursch, 1828 verstorbene Kriegsrätin (weitere Daten leider nicht bekannt bzw. unsicher), vermachte der Stadt Frankfurt (Oder) 10.000 Reichstaler zur Errichtung eines Heimes für verwahrloste oder elternlose Kinder, das ,,Gursche Stift". Dieses wurde 1845 unter Leitung von Emil Flaminius auf dem Stosch-Caußeschen Ackerberg errichtet.

Geschichtliche Entwicklung:

1802 wurde auf der Hochfläche westlich der Frankfurter Altstadt ein neuer Friedhof angelegt um die bisherigen Begräbnisplätze, meist an den alten Frankfurter Kirchen gelegen, zu ersetzen. Dieser blieb bis zur Eröffnung des Neuen Friedhofs im Stadtteil Beresinchen Hauptbegräbnisplatz der Frankfurter. Der Alte Friedhof war von Straßen umgeben. Die den südöstlichen Teil begrenzende Gurschstraße (zu Anfang auch als Gursche Straße bezeichnet) entstand etwa Mitte des 19.Jahrhunderts. Den Namen erhielt sie vermutlich 1879. Die 1828 verstorbene Kriegsrätin Dorothea Gursch hinterließ der Stadt Frankfurt(Oder) 10.000 Reichstaler zur Errichtung eines ,,Heimes für die Erziehung sittlich verwahrloster unmoralischer Eltern sowie velassener elternloser Kinder". 1845 wurde diese zwischen den Anlagen und dem Alten Friedhof errichtet. Sie wurde allgemein ,,Gursches Stift" genannt. Der Platz unterhalb erhielt den Namen Stiftsplatz. In den über die Zeit mehrfach umgebauten Gebäuden befindet sich heute das Kinder- und Jugendzentrum ,,Mikado". Die Gurschstraße wurde 1965 in ,,Am Kleistpark" umbenannt.