Gustav-Adolf-Straße

Postleitzahl: 15232

Straßenschlüssel: 00131
Gustav-Adolf-Straße

Inkraft getreten: 1991

Postleitzahl:

  • 15232

Stadtgebiet:

  • 23 - Neuberesinchen-Süd

Ehemalige Straßennamen:

  • Bruno-Leuschner-Straße, 1982-1991

Erläuterung aktueller Straßenname:

Gustav II. Adolf wurde am 9. Dezember1594 (nach julianischem Kalender, 19. Dezember nach gregorianischem Kalender) in Stockholm geboren. Gustav Adolf war von 1611 bis 1632 König von Schweden, der sechste aus der Wasa-Dynastie. Er war einer der wichtigsten Protagonisten der schwedischen Geschichte und des Dreißigjährigen Krieges. Unter Gustav Adolf erlangte Schweden eine Hegemonialstellung im Norden Europas. Er verhinderte einen Sieg der kaiserlich-habsburgischen Truppen im 30-jährigen Krieg und schuf die Grundlage, dass der Protestantismus zu einem Grundbestandteil deutscher Kultur wurde. Innenpolitisch festigte Gustav II. Adolf die Herrschaft des Hauses Wasa in Schweden. Als Jugendlicher empfing er eine humanistische Erziehung, sowie gründliche politische und militärische Ausbildung. Erst 17-jährig bestieg Gustav II.Adolf 1611 Schwedens Thron, wurde aber erst sechs Jahre später, 1617, im Dom von Uppsala gekrönt. Er schuf das ,,Svea hofrätt“, das Oberste Gericht, welches in seinem Namen Urteile fällen durfte. Auch die Verwaltung wurde durch ihn reformiert und das Land Provinzen(län) und Kreise eingeteilt. Sein Prestigobjekt, das Kriegsschiff,,Vasa“ sank allerdings bei der Jungfernfahrt.Am 6. Juli 1630 landete der König mit 13.000 Mann auf Usedom und griff damit in den 30-jährigen Krieg ein. Im April 1631 überrannten die von Gustav Adolf geführten Schweden das von kaiserlichen Truppen besetzte Frankfurt(Oder). Schweden bildete eine Allianz mit protestantischen deutschen Fürstentümern (Brandenburg, Sachsen, Hessen-Kassel) und trieb die KaiserlichenTruppen Richtung Süddeutschland. Im Verklaufe der Kämpfe standen sich die Kaiserlichen und Schweden am 6.November 1632 (julianischer Kalender) nahe dem sächsischen Lützen gegenüber. Hierbei erlitt Gustav II.Adolf tödliche Verletzungen. Er fand seine letzte Ruhestätte in der Stockholmer Riddarholmskyrkan in Stockholm. Am 6. November ist alljährlich Gustav Adolfsdagen, einer von Schwedens Flaggentagen. Theodor Fontane widmete diesem Tag das Gedicht ,,Der 6.November 1632“ –Schwedische Sage.

Geschichtliche Entwicklung:

Der Stadtteil Neuberesinchen entstand seit 1977 auf einer Fläche, die im Norden von der Großen Müllroser Straße, im Westen vom Gelände des Lutherstifts und des Hauptfriedhofs, im Süden von der Eisenbahnlinie nach Grunow und im Osten von der Eisenbahnlinie nach Guben begrenzt wird. Dort fanden sich bis dato Felder, Gärten und eine lockere Eigenheimbebauung. Westlich der ehemalige Baumschule Heinrich Jungclaussen entstand ab den frühen 1980er-Jahren der vierte und größte Wohnkomplex Neuberesinchens. Eine Stichstraße im Westteil des IV. Wohnkomplexes erhielt 1982 den Namen ,,Bruno-Leuschner-Straße". Diese wurde 1991 in ,,Gustav-Adolf-Straße" umbenannt.Vor der Errichtung des Plattenbau-Stadtteils Neuberesinchen existierte auf diesem Gebiet eine Gustav-Adolf-Straße, deren Verlauf nicht mit dem der heutigen gleichnamigen Straße identisch ist.

Karte: