Hans-Beimler-Straße

Straßenschlüssel: 07009
Hans-Beimler-Straße

Inkraft getreten: 1982, Außerkraft getreten: 1992

Ehemalige Straßennamen:

Erläuterung aktueller Straßenname:

Hans Beimler wurde am 2.Juni als Johannes Baptist Beimler in München geboren. Beimler war ein deutscher KPD-Politiker. Er war Reichstagsabgeordneter und als politischer Kommissar während des spanischen Bürgerkriegs aktiv. (Thälmann-Bataillon). Nach dem Volksschulbesuch erlernte Beimler den Beruf des Schlossers. Während des I. Weltkrieg war er von 1914 bis 1918 als Marinesoldat auf einem Minensuchboot. 1918 gehörte er dem Arbeiter- und Soldatenrat in Cuxhaven an. 1919 war Beimler Mitbegründer der KPD. Nach Niederschlagung der Münchner Räterepublik war er zunächst inhaftiert worden. Später war Beimler wieder Maschinenschlosser. Als Münchner KPD-Vorsitzender kam er 1921 erneut in Haft. Er war an einem Terrorakt beteiligt, wofür er zu zwei Jahren Festungshaft verurteilt wurde. Danach war er in mehreren Gewerkschafts- und Parteifunktionen tätig. Beimler war von Dezember 1929 bis August 1932 Stadtverordneter in Augsburg, dann kurzzeitig Bayerischer Landtagsabgeordneter, bevor er in den Deutschen Reichstag gewählt wurde. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten wurde Beimler im April 1933 verhaftet und gefoltert, danach ins KZ Dachau verbracht, von wo ihm die Flucht gelang und er sich nach Prag absetzte. Er wurde ausgebürgert und emigrierte nach Prag und Zürich. Im Sommer 1936 meldete er sich freiwillig bei den internationalen Brigaden, die im spanischen Bürgerkrieg die Revolutionäre im Kampf gegen Franco unterstützten. Am 1. Dezember 1936 wurde Beimler in Madrid erschossen. Er fand auf dem ,,Cementiri de Montjuïc“-Friedhof von Barcelona, seine letzte Ruhestätte.

Geschichtliche Entwicklung:

Der Stadtteil Neuberesinchen entstand seit 1977 auf einer Fläche, die im Norden von der Großen Müllroser Straße, im Westen vom Gelände des Lutherstifts und des Hauptfriedhofs, im Süden von der Eisenbahnlinie nach Grunow und im Osten von der Eisenbahnlinie nach Guben begrenzt wird. Dort fanden sich bis dato Felder, Gärten und eine lockere Eigenheimbebauung. Westlich der ehemalige Baumschule Heinrich Jungclaussen entstand ab den frühen 1980er-Jahren der vierte und größte Wohnkomplex Neuberesinchens. Eine Erschließungsstraße im Südteil des IV. Wohnkomplexes erhielt 1982 den Namen ,,Hans-Beimler-Straße". Diese wurde 1992 in ,,Sabinusstraße" umbenannt.