Hermann-Matern-Straße

Straßenschlüssel: 07038
Hermann-Matern-Straße

Inkraft getreten: 1982, Außerkraft getreten: 1991

Ehemalige Straßennamen:

Erläuterung aktueller Straßenname:

Hermann Matern wurde am 17. Juni 1893 in Burg geboren. Matern war ein deutscher kommunistischer Politiker. Er war er unter anderem 1932 und 1933 KPD-Abgeordneter im Preußischen Landtag. Zu DDR-Zeiten war Matern SED- Politbüromitglied und Volkskammervizepräsident. 1911 der wurde der gelernte Gerber SPD-Mitglied. 1914 verließ er die SPD aus Protest gegen die Bewilligung der Kriegskredite. Den I. Weltkrieg erlebte er als Soldat in Frankreich. Seit 1918 USPD-Mitglied nahm Matern aktiv an der Novemberrevolution teil und war Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrats in Magdeburg. Später wurde er Mitglied der KPD. In seiner Heimatstadt Burg war er während der Weimarer Republik KPD-Vorsitzender, ehrenamtlicher Stadtrat und Gewerkschaftssekretär. Bis 1933 arbeitete er als KPD-Politleiter in Magdeburg-Anhalt und Ostpreußen. Nach seiner Verhaftung 1933 gelang die 1934 die Flucht aus dem Gefängnis und er emigrierte über Tschechoslowakei und Schweiz nach Frankreich. Nach den Stationen Belgien, Niederlande, Norwegen und Schweden kam Matern 1941 nach Moskau, wo er Mitglied im Nationalkomitee Freies Deutschland wurde. Am 1. Mai 1945 kam Matern wieder nach Deutschland. Er wurde erster Sekretär der KPD-Bezirksleitung Sachsen. Nachdem Zusammenschluss mit der SPD war er SED-Co-Vorsitzender des Groß-Berlin. In der DDR-Politik war er wie oben genannt aktiv. Er engagierte sich für eine Wiedervereinigung mit Westdeutschland, ohne der anderen Seite entgegen zu kommen, was scheitern musste. Hermann Matern verstarb am 24. Januar 1971 in Berlin und wurde auf dem Friedhof der Sozialisten in Friedrichsfelde beigesetzt.

Geschichtliche Entwicklung:

Der Stadtteil Neuberesinchen entstand seit 1977 auf einer Fläche, die im Norden von der Großen Müllroser Straße, im Westen vom Gelände des Lutherstifts und des Hauptfriedhofs, im Süden von der Eisenbahnlinie nach Grunow und im Osten von der Eisenbahnlinie nach Guben begrenzt wird. Dort fanden sich bis dato Felder, Gärten und eine lockere Eigenheimbebauung. Westlich der ehemalige Baumschule Heinrich Jungclaussen entstand ab den frühen 1980er-jahren der vierte und größe Wohnkomplex Neuberesinchens. Eine Stichstraße im Nordteil des IV. Wohnkomplexes erhielt 1982 den Namen ,,Hermann-Matern-Straße". Diese wurde 1991 in ,,Wünschstraße" umbenannt.